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Manchmal haben sogar Spammer Humor. So erhielt ich kürzlich eine E-Mail von einem Absender unter der Adresse:

putin(at)rusmafia.ru

Sagen wir jetzt nix zu!

30.4.08 10:59


Generation Doof oder im Lande der Zyklopen

Vor kurzem erschien das Buch Generation Doof, das auch in der trendinteressierten Fachpresse, etwa dem Trendletter u.a. breite Resonanz gefunden hat, dass sich mit der Bevölkerung zwischen 15 und 35 befasst, die in der Regel rein spassorientiert und an tieferen Inhalten eigentlich desinteressiert sei.

Als Mitglied der fraglichen Gruppe (zu der auch die Autoren des Buches gehören) muss ich zugeben, das stimmt! Leider viel zu oft!

Natürlich sind die jungen Leute von heute im wesentlichen nicht anders als jene von gestern und sie sind auch nicht weniger aufnahmefreudig. Der letzte Mensch, der wohl ein Universalwissen hatte, war der Philosoph Gottfried Wilhelm Leipniz und der ist 1716 gestorben. Dass er ein Universalgelehrter war hat wenig damit zu tun, dass er so schlau war wie er zweifellos war, sondern vielmehr damit, dass sich das Wissen seither nicht nur vervielfacht hat, sondern auch in viel zu viele Zweige aufgegliedert ist, als dass sich ein Mensch mit allem befassen könnte.

Und da wir heute in einer Welt leben, in der Wissensbausteine gewissermaßen immer neue Programme sind, die wir hochladen, wählen wir wohl diejenigen Programme die uns nutzen.

Leider sind das in der Regel nicht Notenlesen oder Philosophie, sondern Buchhaltung oder EDV. Der Mensch ist eben ein Produktionsfaktor. Und dieser mehrt seinen Nutzen durch das Lernen von Dingen, die er gebraucht und die sein Humankapital erhöhen. Andere sind für ihn als ob man Geld unter die Matraze stecken würde anstatt es auf die Bank zu tragen. Das lernt er im Selektionsprozess. Damit erhält man viele Fachleute für irgendetwas, aber eben nur Automaten die Dienste leisten und nicht mehr.

Niemand mehr, der Kant kennt und damit seinen brillianten Gedanken (oder sollte es Prophezeihung heissen?) von den Einäugigen, die nur einen Aspekt der Welt genau kennen, den Rest aber überhaupt nicht.

22.4.08 14:03


Sie Betrüger, Sie!!

Das ist ein Trendruf der Oppositionsführer rund um den Globus. Spätestens seit der russischen Wahl wird er inflationär und damit entwertet. Hat er in Kenia noch seine Berechtigung, wo selbst internationale Wahlbeobachter massive Manipulationen unterstellen, so trifft er in Georgien einen Mann, der immerhin selbst in der sogenannten "rosanen Revolution" 2003 den damaligen Präsidenten Shevardnadse zum Rücktritt zwang. Und entgegen den kenianischen Verhältnissen, die weitgehend klar scheinen, stützt sich die Beschuldigung, die die Georgische Opposition gegen die Regierung Saakashvili richtet, eigentlich nur auf eine Erhebung die eine oppositionsnahe Einrichtung durchgeführt hat. Und damit sagt der Vorwurf in Verbindung mit den Rücktrittsforderungen mehr über Oppositionsführer Gachechiladze und sein Verständnis von Politik aus, als über den Verlauf der Wahlen, oder gar den Präsidenten.

7.1.08 14:58


Wenn es kalt wird in Europa...

... sei es, weil Kremlvladi auf der Gasleitung steht oder dem Araber das Öl ausgeht, dann könnte man ausnahmsweise mal auf WDR 4 hören. Ein Moderator des Senders, der eigentlich bei den Mentalergrauten und Hinterseerfans seine Hausmacht hat - und das obwohl einer der prominentesten Moderatoren der großartige Götz Alsmann ist -, hatte die Idee doch auch mal Wärmeparty's zu veranstalten, nach dem Motto "es reicht, wenn einer heizt".

Und wer das kürzeste Hölzchen zieht, bei dem steigt die Fete. Naja, er zieht ja auch seinen Vorteil draus... braucht er doch weniger heizen (Körperwärme).

Why not? Was hat es nicht schon alles für Sachen gegeben...

... nur wie es mit Tankparty's klappen soll weiß ich noch nicht. Aber dem, der da ne Idee hat winkt bei den Benzinpreisen ein Bombengeschäft.

7.1.08 14:41


Tod und Spiele

Wenigstens die Fronten sind klar bei den Vorgängen in Italien, das sich von außen betrachtet einmal mehr am Rande der Chaos bewegt. Die großen Organisationen der "Ultra's" jene oft dem rechts - oder linksextremen Lager zuzurechnenden Anhängergruppen der großen Vereine haben ihre Rivalitäten ruhen lassen und gehen nun gemeinsam gegen den bösen Staatsapparat los.

Dieser hat nämlich in Person eines gewissenlosen Polizisten einen der ihren auf dem Gewissen. Nur, dass dieser aber offenbar - nach offizieller Lesart - keiner "der ihren" war, sondern ein Unbeteiligter, der von einem Querschläger getroffen wurde, als Polizisten versuchten Raufbolde zu trennen und einer von ihnen in die Luft schoss und sich darauf ein zweiter Schuss löste. Mancher mag nun denken - reichlich viel Pech... ein Schuss der sich versehentlich löst und so gegen etwas prallt, dass er einen Menschen, der auf der anderen Straßenseite in einem Auto sitzt in den Nacken trifft.

Fest steht aber, dass dieser Mensch keiner "Ultra"-Organisation angehört hat. Und hier geraten besagte Organisationen in Erklärungsnöte - das tun sie sowieso - und zwar letztendlich sich selbst gegenüber. Es ist zwar gegen das Gesetz, aber Rache für ein Mitglied wäre zumindest ein Motiv. Und dass sich sogar radikale Fanorganisationen wie der von Lazio und AS Rom verbünden um nun gemeinsam Randale machen zu können zeigt, dass diesen der Anlass sehr gelegen kommt. Und schon brennen Polizeiautos, werden Polizeikasernen gestürmt und verwüstet und Einrichtungen von Sportverbänden demoliert. Fragt sich nur was mehr erschreckt:

- das Ausmaß der Gewalt

- die Organisation

oder

- dass staatliche Ordnungskräfte sich offenbar nicht einmal mehr selbst schützen können

Stimmen verlangen die Beendigung der Fußballmeisterschaft oder ein Reiseverbot für Hooligans. Fraglich ist, ob das eine oder andere überhaupt greift, packen beide doch das Problem an der Stelle an, die ohnehin schon am meisten geschädigt wird: Beim Fußball selbst! Die Frage, wie man diese menschliche Verrohung in den Griff bekommt wurde bislang überhaupt noch nicht versucht zu beantworten.

12.11.07 15:37


Pakistan: Flackert es nur, oder brennt es schon?

Interessant ist diese Fragestellung nicht nur, weil im Nachbarland Afghanistan - bekanntlich kein Hort der politischen Stabilität - unsere Soldaten stehen und Taliban wie Drogenbarone dort kein Interesse daran haben, dass sich ein stabiles Gemeinwesen entwickelt, sondern auch, weil Pakistan vor allem folgendes ist:

1. Hauptrückzugsraum und logistischer Stützpunkt für Taliban und Al-Qaida

Das undurchsichtige Gebaren verschiedener Qu'ranschulen und ihrer Betreiber, sowie der Einfluss radikaler Gruppierungen in einigen Provinzen sind wohl bekannt. So hat ein 28jähriger, der sich Mullah Fazlullah nennt in einer Provinz ein Emirat ausgerufen, lässt dort die Zeugnisse der buddhistischen Hochkultur vernichten und wütet ganz Taliban-Like gegen religiöse Minderheiten und nicht-ganz-so-hundertprozentige Muslime.

Neulich habe ich auf einer Jihadistenwebsite (wo auch ein Sheikh die ach so fromme Tat der Suizid-Bomber von Fallujah hochjubelte und Splatterfilmchen vergangene Taten rechtfertigen und loben und kommende prophezeihen) eine Stellenanzeige gelesen, laut der "vier Brüder für unsere Internetredaktion in Karachi" gesucht wurden. Klar, dass damit weder Franziskaner noch Vierlinge gemeint sind...

2. Eine Atommacht

... auch wenn man es immer wieder zu verharmlosen versucht. Seit Jahren bedrohen sich Indien und Pakistan mit ihren atomaren Sprengköpfen. Tests sind gelaufen, das Programm steht. Auch wenn bezweifelt werden darf, dass das Arsenal Pakistans sonderlich groß ist. Wieviele Atombomben braucht man um eine Stadt einzuäschern?

3. Spätestens seit diesem Wochenende endgültig eine Diktatur

"Präsident" Musharraf hat den Ausnahmezustand verhängt und die Polizei knüppelt zusammen mit Armee - von der niemand weiß, wo sie eigentlich steht - demonstrierende Rechtsanwälte nieder.

Pakistan ist aber noch mehr... in Lahore und Karachi befindet sich eine hochentwickelte Softwareindustrie, sowie eine sich zaghaft mausernde kreative Klasse.

Und hier wird das Problem erst richtig groß:

Sollte Herr Musharraf das Land nicht unter Kontrolle behalten können,  ist nicht nur jeder technische und wirtschaftliche Fortschritt und damit die Zukunft des Landes bedroht, sondern auch noch mehr...

... nämlich dass das erste Land überhaupt in seinem Sozialgefüge zusammenfällt und es nicht durch ethnische oder religiöse Konflikte (die es natürlich auch gibt) zerbricht. Neben den innovativen Kräften, die die Wirtschaft nach vorne bringen wollen, die eine hochstehende Kulturlandschaft entwickeln und die Tradition in den Dienst der globalen Welt stellen wollen, gibt es auch jene machtgierige Subjekte, deren Handeln nur vom eigenen unmittelbaren Gewinnstreben bestimmt wird und jene Menschen, die sich vor allem in ihrer Rückständigkeit von allem Neuen und für sie Fremden bedroht sehen, zerrissen wird. Und diese Menschentypen gibt es auf der ganzen Welt...

... darum ist weder Freiheit noch Globalisierung ein Selbstläufer, sondern muss mit einem stetigen Bildungsprozess verknüpft werden. Nicht damit der Mensch in der globalisierten Welt seinen Nutzen erhöht und seinen Wert im globalen Wettbewerb steigert, sondern damit der Mensch eigene Kultur und den eigenen Hintergrund kennenlernt und sich so in den globalen Kontext einordnen kann. In Phrasen: Der globalisierte Mensch ist entweder Überzeugungstäter, oder er ist nicht!

6.11.07 00:03


Die Geier warten schon!!

Emotion verkauft sich am besten. Die negative besser als die positive. Also wird man tagtäglich aus den Lautsprechermedien mit plakativem konfrontiert. Ganz besonders deutlich wieder beim Fall Meisner. Eine Predigt an einem X-beliebigen Wallfahrtsort, wie sie im Jahr sicher 1000fach gehalten werden nimmt ein Politiker wichtig genug um Kardinal Meisner als "Hassprediger" titulieren zu können. Zweifelsohne nicht nur eine verbale Entgleisung, dessen rechtliche Konsequenzen das Ezbistum zurecht prüft, sondern auch die maslose Überhöhung eines Satzes, der aus einer schlichten Predigt stammt.

Herr Volker Beck, wir sind hier nicht in Amerika, wo es namhafte und einflussreiche christliche Fundamentalisten tatsächlich gibt, die für Homosexuelle die Todesstrafe fordern und gegen die man vorgehen muss. Und die sind nicht katholisch!

Komisch ist aber, warum eine solche Predigt überhaupt so einen Wirbel verursacht. Fahren jetzt schon Journalisten mit dem Erzbischof von Köln auf Wallfahrt, nur um mitzubekommen, wenn er etwas verfängliches sagt? Man hat schließlich auch eine Weile nach "Nippelgate" jeden Auftritt von Janet Jackson mit doppelter Aufmerksamkeit verfolgt. Und genau das machen sie jetzt auch mit unserem Kardinal.

Und dann sitzen die Geier auf dem Baum und warten darauf, das seine Eminenz stolpert - und das nennt man dann Berichterstattung.

29.10.07 15:08


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