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Luxus als Massenphänomen

Pro Tag gibt es 1600 neue Millionäre auf der Welt, so berichtet der "Trendletter" in seiner neuen Ausgabe. Und auch die müssen ihr Geld ja irgendwo lassen. Also gibt es nun verstärkt solche Unternehmen, die sich auf Produktion und Vertrieb von Sachen verlegt haben, die diese neue Oberschicht schick finden könnte.

Abgesehen von der Frage, ob es nicht bessere Möglichkeiten gibt sein Geld zu verbraten, frage ich mich, ob das Bedürfnis nach Exklusivität, die diese Kreise ihrem Ruf nach haben, diesem Trend des Luxus von der Stange nicht entgegenläuft. Und das zu beobachten stelle ich mir schon interessant vor.

17.9.07 12:19


Hurra Vinyl!!

In meinem Plattenschrank stehen ungefähr 500 schwarze Scheiben mit Loch in der Mitte - die kleinen gar nicht mitgerechnet. Letztes Jahr hätte ich gesagt noch. Heute sage ich schon. Offenbar ist die Schallplatte das Medium mit Zukunft. Mit mehr Zukunft als die CD. So sagen es zumindest die Kristallkugelfritzen der Elektroindustrie. Klar werden die Ansatzzahlen der 60er und 70er nicht mehr erreicht werden. Aber das beste Mittel etwas am Leben zu erhalten ist wohl wirklich lange genug zu sagen es sei tot. Die Schallplatte sei sperrig sagen Kritiker. Nun meine 500 LP's passen auf ein Regalbrett, während ich für meine CD's etwa 1300 Stk. zwei Regale a 500 aufbauen und 7 Regale a 60 aufhängen musste. Und ganz abgesehen davon: 50 Jahre alte Schallplatten knistern höchstens. 50 Jahre alte CD's hat man noch nicht gesehen - wird man wohl auch nicht, da viele CD's nach ein paar Jährchen weggeworfen werden...

17.9.07 12:00


Boom Chicka Wah Wah

Jüngst erfahren viele junge Frauen, was ein bestimmter Schlüsselreiz bei ihnen auslöst. Sie reissen sich die Kleider vom Leib und beginnen "in Zungen zu reden". Das hört lich dann "Bumchickawauwauwau" an und gipfelt in der Feststellung, das Axe seine Männerdüfte verbessert habe. Selbstverständlich gibts so was nur im Fernsehen...

... aber auch da wäre es mir als Mann ehrlich gesagt liebe mit "Hallo, wie gehts" angesprochen zu werden (weil man da wenigstens weiß was es bedeutet und wie man zu antworten hat).

17.9.07 11:51


Gewinnerpartei

Auf den ersten Blick schockierend, was, verschiedenen Presseberichten zu Folge in einem Buch (herausgegeben von Matthias Platzeck, Frank Walter Steinmeier und Peer Steinbrück) stehen soll, das heute Nachmittag vorgestellt werden soll. Da ist von "Investitionen" in "Humankapital" die Rede, von Chancen auf Bildung, von der Vorsorgegesellschaft. Kurz auf den ersten Blick wirkt das so, als wolle die einstige Partei des kleinen Mannes auch noch den letzten Rest sozialen Verantwortungsbewußtseins über Bord werfen und dem "Prekariat" (Begriff stammt von Kurt Beck) sagen: "So: von Geburt an hattest Du alle Chancen Dich nach oben zu arbeiten, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Dass Du das nicht geschafft hast, ist Dein Versagen! Und jetzt sieh zu, wie Du fertig wirst."

Anders ausgedrückt: "Es ist nicht unsere Schuld, wenn Du nicht Millionär wirst."

Aber auf den zweiten Blick entpuppt sich dieses Manifest als schriftliche Zusammenfassung der politischen Positionen, die von den Spitzen der Partei schon seit langem vertreten wird. Schon 2003 prägte Matthias Platzeck den Begriff der "Vorsorgegesellschaft", Kurt Beck Wortschöpfung des "abgehängten Prekariats", wie auch sein Missgriff "geh zum Frisör und wasch Dich, dann findest Du Arbeit" passen wunderbar ins Bild. Ins besondere letzte Äußerung von Herrn Beck drückt aus, dass es sich nicht nur um die politische, sondern auch um die private persönliche Lebenseinstellung handelt. Und das ängstigt!

Die Herren wollen Wettbewerb und, dass jeder die Möglichkeit hat, ein Gewinner zu sein. Woran bemißt sich das? Natürlich am Aufstieg, gesellschaftlich, beruflich, finanziell. Die anderen müssen dann Platz machen - selber Schuld, die Chancen nicht genutzt. Ein Hoch auf die Ellenbogengesellschaft, denn Hilfsbereitschaft und Solidarität? Wozu, die sind so selbst Schuld! "Wärst Du gestern zur Schule gekommen und nichr krank geworden, hättest Du gewußt, dass wir heute eine Mathematikarbeit schreiben. Selbst Schuld, mach mich nicht dafür verantwortlich, dass ich das Dir nicht gesagt habe!"

Investitionen sollen sich lohnen und Zukunftsorientiert sein, sprich man investiert in Aus - und Weiterbildung. In die Vergangenheit zu investieren? Lohnt sich nicht. Schlechte Aussichten für Steinkohle und Rentner. Und wenn man da an die zunehmende Überalterung der Gesellschaft denkt - der arme Mann, der 2030 in Rente geht ... Schluck, des bin ja i'! Tja, Vorsorgegesellschaft eben. Und wehe dem, der nicht vorgesorgt hat.

Zukunft, Zukunft mir graust vor Dir!

Klar, bekommen nun die Chancen, die vorher keine hatten. Nur der zu verteilende Kuchen wird ja dadurch nicht mehr und schon gar nicht zwangsläufig gerechter verteilt, dass ich besseren Zugang zum Büffet schaffe.

Ich als SPD-Stammwähler und Mitglied hoffe mich in einem Albtraum zu befinden und fürchte durch das Surren der in den Gräbern rotierenden Herbert Wehners, Willy Brandts und Johannes Rau's etc. geweckt zu werden. Nach der Lektüre des Buches und des Hamburger Parteiprogramms werde ich wohl wissen, ob das noch die Partei ist, in die ich eintreten wollte.

3.9.07 13:52


Der Hipste Hopster von Deutschelant

Er markiert den "Breiten", mitten im Millieu. Millieu? Ja, im Ghetto, da wo die Reichen sind. Er steht auf dem Golfplatz und pöbelt rum. Kismet sein Bruder heißt er und ist ein echtes Ghettokid und benimmt sich so. Da ist davon die Rede, wer den dicksten Sch**nz hat. Und da reimt sich der in Warteschleife befindliche und "Kanaksprak schnackende" türkische Bundeskanzler auf die einheimischen "Schlappschwanzler".

 http://fr.youtube.com/watch?v=rlf-4B83z9g&mode=related&search=

Welch Ausgeburt der Popkultur, die sich da anschickt am Pophimmel zu glühen, welch niederer Geist, der da zum Angriff auf die Bastion der deutschen Skandalhip-hop-"Künstler" Sido und Fler bläst. Schließlich hat KsB (so der Ghetto-taugliche Kurzbegriff) auch noch eine Besonderheit. Er hat eine eigentümlich helle Stimme, die so gar nicht zum Image passt. Fast, wie das Kind, das kurz vor dem Stimmbruch meint, auf Mann trainieren zu müssen. Oder eben... nein, welche Frau würde denn... derart Frauenfeindlich... Macho...

Und doch, KsB ist weiblich. Heißt Judith Rosmair, ist 40 Jahre alt und spielt normalerweise in Fernsehproduktionen wie Donna Roma, an deutschen Theatern die Klassiker, oder eben moderne Stücke. Und einem solchen entstammt KsB, der sich mittlerweile verselbständigt hat, ein komplettes Video produziert und CD's aufnimmt und KsS (Kismet seine Schwester) im Schlepptau hat, die auch noch auf ihren Auftritt wartet.

Das Ganze ist übrigens als Persiflage auf das oft unverdientermaßen schlechte Image der jungen Migranten in Deutschland gedacht, hat aber als Selbstläufer durch Frau Rosmair's Können durchaus Qualität für mehr und könnte Kult werden. Und das wäre das erste Mal seit langem, das die Popkultur von der Hochkultur befruchtet worden wäre.

28.8.07 15:21


Die Freiheit des Geldes

Das haben sich die Herren der SPD-Führung fein ausgedacht. Die Parteienfinanzierung aus Steuermitteln soll heraufgesetzt werden weil die Kosten durch die Mitgliederbeiträge allein nicht mehr gedeckt werden können. Und die CDU klatscht eifrig Beifall.

Anders ausgedrückt: Lieber Steuerzahler! Leider finden wir in der Bevölkerung nicht mehr genug Anklang, also bezahl uns gefälligst dafür, dass wir uns zur Wahl stellen.

Dass die Volksparteien dadurch von dem abgeschnitten werden, was sie eigentlich vertreten wollen - nämlich vom Volk - wen interessiert das schon. Die hätten schließlich eintreten können und jetzt, tja, Pech gehabt... sind se alle dran!

Endlich kann die Politik unabhänging von Volkes Wille Politik machen, die SPD muß nicht mehr an der Agenda 2010 knabbern. Wie Toll!!!! Und als nächstes setzen wir das Wahlergebnis noch in Abhängigkeit zu vorhandenen Bundestagsmandaten und die Regierung ist endlich frei und unabhängig!! Vive la Democratie, vive la Liberté!!!!

21.8.07 14:15


Kölner Moschee und kein Ende!

Im Prinzip ist alles in trockenen Tüchern und doch erhitzen nur wenige Themen derzeit die Gemüter in Deutschland mehr, als der Moscheebau zu Köln. Als ob wir nicht noch andere Probleme hätten...

Die Pläne sind abgesegnet und im Prinzip könnte nun mit dem Bau begonnen werden. Und immer noch regt sich Widerstand. Sei es von Anwohnern, die sich über die Höhe der Minarette ereifern (... solange sie nicht höher als der Dom sind... isset mir doch egal!), oder Leute - unter denen sich ernst zunehmende Stimmen wie Ralph Giordano befinden - die die Integration insgesamt für gescheitert halten.

Eine solche Moschee muss gebaut werden, weil die Muslime in Deutschland nunmal in Deutschland und damit Teil der Gesellschaft sind. Je besser diese Moschee in die Kölner Stadt eingebunden wird desto besser für die Integration. Die einzige große Unbekannte für mich heißt DITIB hinter der der türkische Staat steht und die im Prinzip eine Lobbyistengruppe des türkischen Religionsministeriums ist. Dass der Import und die Finanzierung kaum deutschsprechender Imame aus der Türkei aus der Not geboren ist und dem Umstand geschuldet ist, dass es sich i.d.R. um kleine Moscheevereine handelt, die über wenig Mittel verfügen, zugestanden. Problematisch ist aber etwa eine Äußerung, die ein Vertreter des türkischen Religionsministeriums im Rahmen einer Dokumentation über eine DITIB-Moschee in Duisburg Marxloh tätigte. Dort sagte dieser Mann im bestem Ruhrgebietsdeutsch: "Die Imame haben die Aufgabe, die Jugendlichen zu guten Türken zu erziehen." Und ich dachte, bei einer Moschee ginge es um Religion!

Warum hat man nicht versucht ein breiteres Feld an Vereinen als Träger zu gewinnen? Ein großartiger Gedanke wäre es etwa gewesen an die Universität Köln heranzutreten und zu versuchen mit den Islamwissenschaftlern zu kooperieren und auf diesem Wege irgendwann vielleicht sogar eigenen geistlichen Nachwuchs heranzubilden. In Deutschland mit Deutsch als Muttersprache (und Arabisch analog Latein als Sakralsprache)! Das wäre Integration!!

14.8.07 11:51


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