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Familie - was tun?

Spätestens seit Eva Hermanns mehr oder weniger gelungenem Rundumschlag gegen weibliche Karriere – und Geltungssucht hat das Thema Familienpolitik und Familienethik auch das gemeine Volk erreicht.

Wir brauchen Kinder! rufen die Einen, während andere weiterhin davor warnen, dass ein hohes Bevölkerungswachstum ebenso den sozialen Frieden gefährden kann, wie ein zu niedriges. Nicht zuletzt Frauenverbände beklagen eine Einseitigkeit der Diskussion, die letztlich dahin führe die Frauen „zu Heim und Herd“ zu verdonnern und fürchten einen Rückfall in längst vergessen geglaubte Denkstrukturen.

Der Soziologe Gunnar Heinssohn vertritt dazu eine These, die sich fast welterklärerisch liest. Er behauptet, dass Regionen mit hohem Bevölkerungswachstum eine grundsätzliche Neigung zur gewaltsamen Ausbreitung gehabt hätten. Dies sei bei den Kreuzzügen der Fall gewesen, der im wesentlichen von den zweit, dritt und viertgeborenen Söhnen geführt worden sei und träfe ebenso zu im Falle der Bevölkerungsexplosion in den Palästinensergebieten. Dies erinnerte mich an den Film „In den Schuhen des Fischers“ von 1967 mit Anthony Quinn (als osteuropäischer Papst(!!!)), in dessen Verlauf sich das überbevölkerte China am Rande eines Krieges mit Russland befindet, weil es seine Bevölkerung nicht mehr ernähren kann.

Medizinischer Fortschritt und soziale Absicherung haben neben der geänderten Rollenverteilung zwischen Mann und Frau das ihrige dazu beigetragen um in unseren Breiten das Bevölkerungswachstum zum schrumpfen zu bringen, oder sogar umzukehren. Ein Trend, der in der sogenannten 3. Welt sowie in den „Tigerstaaten“ nicht stattfindet – und in letztgenannten zum Teil verheerende Auswirkungen hat, wenn man sich die Wachstumszahlen in Ländern wie Indien oder China ansieht. So könnte man denken, wenn man sich Heinssohns These anschließt.

Reduziert diese These jedoch den Menschen nicht auf den Status eines blossen Zuchtobjekts, das auf Basis von „Umvolkung“ und Darwinismus versucht gegenüber seinen Artgenossen anderer Volkszugehörigkeit letztendlich die Oberhand zu behalten?

Dadurch würde ein Krieg zu nicht weniger als notwendiger Abbau der überschüssigen Bevölkerung eines Landes und nicht zum größten anzunehmenden menschlichen Versagen. Zweifelsohne gibt es Länder bzw. Systeme in ihnen, die einem materialistischen Menschenbild folgen. Die Demographie als Waffe zu verstehen ist für solche Bewegungen durchaus möglich – und Menschen wie Hitler haben so etwas in ähnlicher Form bereits praktiziert. Für materialistische Menschenbegriffe hätte Heinssohn mit seiner These recht (wenngleich man sich nicht notwendigerweise an der Geburtenquote orientieren muss - man kann wahlweise die Anzahl von Konversionen etc. nehmen). Und wenn sich diese Ideologien ausbreiten und in ihrem Licht betrachtet, könnte der islamistische Terrorismus in der Tat nur ein Vorbote eines größeren Konflikts sein, der sowohl die Miliardenvölker China und Indien, als auch die afrikanischen Flüchtlinge einbezieht.

Das Wasserproblem, das etwa im Nahen Osten droht lassen wir bewußt aussen vor. Wohlgemerkt von der materialistischen Warte aus gedacht.

Wenn wir jedoch nach Geburtenkontrolle rufen und nach der Einschränkung der Fortpflanzung in bestimmten Erdregionen, andere hingegen fördern, würden wir uns ja gerade eine materialistische Ideologie zueigen machen und gewissermassen den Quotenmenschen erfinden und selbst züchten.

9.1.07 12:34


Das lebenslange Lernen jetzt auch akademisch

„Man lernt nie aus“ und „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ waren zwei der prägenden Sätze in meinen ersten Lebensjahren. Offenbar kann der zweite nun endgültig zu den Akten gelegt werden. Seit Jahren sehe ich in den philosophischen Seminaren eine stetig wachsende Seniorenfraktion, in manchen Veranstaltungen sogar mehrheitlich. Aber zwischen den jungen „richtigen“ Studenten und den grauen Eminenzen brichts weg. Diese Lücke möchte nun eine Kooperation von Klett-Verlag und FU Berlin füllen und so wurde die „Deutsche Universität für Weiterbildung“ (DUW) ins Leben gerufen. Ab Herbst 2007 sollen vor allem in den Bereichen Politik, Soziales, Wirtschaft und Bildung praxisnah (durch Unterstützung aus der Wirtschaft) sowie auch mit integrierten Fremdspracheneinheiten gelehrt werden.

Doch eigentlich nichts anderes als eine ganz normale Weiterbildungseinrichtung (Abendkurse etc.)? ... gähn!!

Aber halt!! Man lege doch auch grossen Wert auf die Forschung.

Aber: Nicht jeder Arbeitnehmer – etwa in München – kann doch in seinen beruflichen Alltag, ein komplettes Studium und das auch noch in Berlin integrieren.

Ja, sagt da die DUW, das ist dadurch möglich, dass wir Präsenzeinheiten mit dem Fernstudium kombinieren.

Hmmm, und genau das macht doch auch die Fern-Uni-Hagen. Und was genau war noch mal das revolutionäre Konzept?

Aber manchmal sind es eben nicht neue Konzepte, sondern auch die Kombination zweier Alter wie hier, die das rechte Maß ergeben.

Wie das Zukunftsmagazin „Zukunftsletter“ berichtet wurden bereits 32 % aller sich weiterbildenden Arbeitnehmer von ihren Vorgesetzten auf das Angebot der DUW aufmerksam gemacht.

Der Weiterbildungsmarkt hat also durchaus noch Lücken. Eine solche auszufüllen ist das Bestreben der DUW.

9.1.07 12:43


Vergesst die Armee?

Der Irak kommt nicht zur Ruhe, im Süden Afghanistans werden Briten und Amerikaner bedrängt und nun schaut alle Welt auf Somalia. Warum denn gerade auf dieses kleine Land, das seit Jahren im Bürgerkrieg versunken und Zankapfel teils krimineller Milizen ist? Weil hier sich ein islamistisches Regime zu etablieren begann, das mit knapper Not und dank des Eingreifens einer hochgerüsteten äthiopischen Armee zurückgedrängt werden konnte. Doch was passierte? Nur wenige Islamisten stellten sich überhaupt zum Kampf, die Mehrheit schlug sich mit oder ohne Waffen in die Büsche und tauchte unter. Was passierte im Irak? Was haben die Amerikaner sich Gedanken gemacht, als die Eliteeinheiten der irakischen Armee anmarschierten - wie gestern erinnere mich, wie hochdekorierte Veteranen auf CNN die Stärke und Kampfkraft der Medina-Division zu ergründen versuchten -. Bevor der erste Schuß richtig gefallen war, waren die Elite-Einheiten wie weggeblasen. Und nun haben die Amerikaner im Irak ein Terroristenproblem. Wer sich als Miliz (oder unterlegene Heereseinheit in einem verlorenen Krieg) einer bis an die Zähne bewaffneten Gruppe von einmarschierenden Soldaten gegenübersieht wäre dumm, wenn er sich zum offenen Kampf stellen würde. Und dies ist dann auch deren eigentliche Stärke! Die bessere Kenntnis der Gegebenheiten, Angepasstheit an die Umgebung usw. Einen Kämpfer ohne Uniform kann man nicht erkennen, wenn er sich unter seinen Landsleuten bewegt. Umgekehrt besteht stets die Gefahr, dass Zivilisten für Kämpfer gehalten werden - eine äußerst perfide Guerilla-Taktik, die es quasi unmöglich macht einen Feind zu schlagen ohne sich dem Vorwurf gegenüberzusehen man benähme sich wie die Axt im Walde (oder betreibe Völkermord). Wer sie anwendet bezieht die mediale Aufmerksamkeit in seine Strategie mit ein und macht die militärische Überlegenheit des Gegners wirkungslos. Es scheint fast, als sei der Einsatz uniformierter Streitkräfte ein Relikt vergangener Zeit, als Kriege noch zwischen Staaten geführt wurden und es hieß "nur die spielen mit". Nichtuniformierte Milizionäre beziehen die Zivilbevölkerung bewußt in den Krieg mit ein und schaffen sich nicht nur unmittelbaren Zugriff auf das Volk als Nachschubressource, sondern kämpfen auch anonym... mit den oft als Kolateralschäden bekannten Folgen. Fragt sich nur, ob sich die somalische Übergangsregierung hält, wenn die Äthiopier abziehen um genau diesem Schlamassel zu entgehen.

9.1.07 13:55


Religous Roll-On in the USA

Die Zeit der Geiferer ist vorbei, wenn man den jüngsten Umfragen unter Amerikas Evangelikalen glauben will. Von den nationalreligiösen Fundamentalisten wie Pat Robertson der 1988 sogar für die Präsidentschaft kandidieren wollte und Jerry Falwell, der seit den 70ern mit Gruppen wie Moral Majority den sogenannten Roll-Back propagiert, wollen viele "Born-Again-Christians" nicht mehr viel wissen. Sogar Papst Johannes Paul II. kam bei Umfragen besser an, als Robertson und Falwell. Die Antwort auf die Frage nach dem Grund ist einfach: Man hat hoch gepokert, auf das Pferd Bush gesetzt und dieses Pferd strauchelt jetzt. Und nicht nur das, die gesamte Konservative Bewegung scheint sich verabredet zu haben gleichzeitig zu straucheln. Zuerst der Foley-Skandal, der einen republikanischen Senator weit mehr als nur die Glaubwürdigkeit kostete, dann kam heraus, dass einer der prominentesten Ultrareligiösen des Landes Ted Haggard jahrelang ein Verhältnis mit einem Strichjungen hatte und zu guter Letzt kann George W. Bush, der sich berufen fühlte, im Irak einen Leuchtturm der Demokratie zu errichten, noch nicht einmal die eigenen Leute überzeugen. Dieselben Leute, die ihn bei den Parlamentswahlen gemieden haben wie der Teufel das Weihewasser.

Obwohl die religiösen Hardliner mehr oder weniger lädiert darstehen, hat das nicht zu bedeuten, dass die evangelikale Bewegung in Auflösung begriffen sei. Sie scheint vielmehr einen Reinigungsprozess zu durchlaufen. Einen Reinigungsprozess, den man vielleicht am ehesten mit dem vergleichen kann, was die römisch-katholische Kirche in Deutschland durchgemacht hat. Bis in die 80er Jahre hinein war man in verschiedenen Gegenden Deutschlands "unten durch", wenn man eine bestimmte Partei wählte oder nicht wählte. Heute stellt sich die Kirche mehr denn je als moralische Instanz da, die Parteiungebunden Politikern und Verantwortlichen in Wirtschaft und Gesellschaft ins Gewissen redet. Und eine solche Entwicklung ein solcher Roll-On ist den Vereinigten Staaten nur zu wünschen!

15.1.07 15:04


Männlein wandle Dich - oder auch nicht

Eine kurze Randmeldung im Zukunftsmagazin Zukunftsletter ließ mich aufhorchen. 95 % aller Männer fühlen sich durch ein erfolgreiches Berufsleben bestätigt.  88% durch ihr Familienleben und nur 21 % durch ihre Hobbys. 43 % aller Frauen meinen hingegen, dass das Hobby einen Mann männlicher macht und nur 72 % denken dies von seinem beruflichen Erfolg...

Wann ist ein Mann nun wirklich ein Mann?

15.1.07 16:04


Voll krass volkstümlich!

Senna Gamour strahlte über beide Backen und ihr Familie lief ihr in die Arme und Tränen über das Gesicht. Sie war soeben das erste Mitglied der Retortenband "Monrose" geworden, einem Versuch, aus der Sehnsucht nach den weiland so beliebten "No Angels" Kapital zu schlagen. Nun ist Senna alles andere als eine strahlende Popprinzessin, die im Angesicht einer Kamera mit der Sonne um die Wette strahlt. Wer sie sprechen hört merkt das. Angeblich ein guter bekannter von ihr ist Bushido, der mehrfach Thema der Tagesthemen war - immer als Beispiel für einen negativen Einfluss der neuen Hip-Hop Szene. Die Kollegen (auch Aggro-Berlin) sprechen darüber, wie es ist, perspektivlos arbeitslos zu sein, schief angeschaut zu werden, weil man aus einem bestimmten Viertel (neudeutsch: Ghetto) kommt und was passiert, wenn man sie im falschen Moment trifft.

... und die Jugend mag es. Sie beschreiben, wie die Jugend in den "Ghettos" lebt und die Jugend innerhalb und außerhalb orientiert sich daran, was sie sagen. Man muß sich nicht mehr hochkämpfen hocharbeiten um etwas zu gelten, dann verspielt man das, was in Hip Hop Kreisen "Street-credibility" heißt (also: den Wert, der die Wahrscheinlichkeit misst, dass einem abgenommen wird, dass man auf der Straße lebt), sondern wichtig ist, dass man als hart, als gefährlich als rauh gilt.

Diese "Street-credibility" ist es, die heute die Lebenswirklichkeit eines großen Teils der jungen Leute bestimmt und damit eines bedeutenden Teils der deutschen Bevölkerung bestimmt und prägt. Laut Wikipedia umfasst der Begriff "Volkstum" die gesamten Lebensäußerungen eines Volkes. Ob die Sido's, Bushido's und wie die alle heißen mögen es dann irgendwann auch zum Flori Silbereisen schaffen sei dahingestellt.

15.1.07 16:29


Block der blockfreien Staaten

Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat die letzten Wahlen gewonnen bzw. gewinnen lassen und macht sich nun daran sein Land umzumodeln. Eine neue Partei hat er auch schon gegründet: SEV (sozialistische Einheitspartei Venezuelas). Die Ähnlichkeit zu SED ist sicher nicht Zufall. Auch die Schlüsselindustrie will er verstaatlichen... und die Verfassung ändern um sich öfters wiederwählen lassen zu können. Ok, der isoliert sich jetzt, er wird schon sehen, was er davon hat (siehe Cuba oder Libyen)... könnte man sagen, wenn da nicht ein gewisser Herr Ahmadinedschad seine Aufwartung gemacht hätte. Was sollten sich ein eingefleischter Sozialist und ein religiöser Hardliner zu sagen haben? Normalerweise nicht viel, aber hier liegt die Sache anders, möchten Ahmadinedschad und Ortega nicht nur wirtschaftlich kooperieren, sondern sich auch politisch abstimmen. Im Boot sitzen auch noch andere einschlägig bekannte Gestalten, in Person von Simbabwes Präsident Mugabe und dem Weißrussischen Diktator Lukaschenko. Das erinnert doch an die Zeit, als der kalte Krieg tobte, das Modell des ideologischen Feindes noch Bärenfellmütze und Kalaschnikow anstelle von Turban, Vollbart und Sprengstoffgürtel trug. Und man noch genau wußte, wo der Russe die Raketen hat. Ach Du gute alte Zeit!!!

22.1.07 12:18


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