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Der letzte Heller...

Keinen Pfennig in der Tasche zu haben könnte bald zum guten Ton gehören, wenn nämlich das eintrifft, was der "Trendletter" prophezeit. Daß nämlich das Bargeld bald zum alten Eisen gehört und Bezahlungen im Jahr 2015 in der Regel per Mobiltelefon vorgenommen werden. Diese werden dann auch die Geldkarte oder EC oder Kreditkarte ablösen und zum alleinigen Zahlmittel werden. Gut für die Bankkonten derer, die - wie ich - sich dem Mobiltelefon und ähnlichem modernistischen Schnickschnack verweigern... schlecht für deren Speisekammer.
2.4.07 13:19


"Scheiße in Dein Ohr"

Gestern hab ich gesündigt und abends spät das Kulturmagazin "ttt-Titel-Thesen-Temperamante" gesehen. Darin ein Beitrag über die Popularität pornographischer Filme unter Teenagern. Je härter desto besser... und was härter ist, das bekam eine 15jährige zu spüren, der ihr Freund k.o.-Tropfen verabreichte um anschließend mit 5 Freunden über sie herzufallen. Einzelfall? Vielleicht! Jugendlicher Leichtsinn? Nein! Verirrung, Verbildung nennt man das wohl, was in manchen Kreisen sich abspielt. Von Machoallüren aus den Klischees der Hip Hop Szene (Sido, Bushido etc.) angezogen übernehmen Kinder Ideale und Vorstellungen und bauen sich eine Welt damit auf in der für Zuneigung kein Platz ist und der Respekt alles ist. Und den erringt man eben mit Härte und wo gehobelt wird fallen Späne. Resultat ist neben Geschichten, wie die oben zitierte, eine Menge psychischer Probleme und Fragen wie: "Ich bin 12 und keiner will mit mir schlafen. Was stimmt nicht mit mir?" Nun kann man nicht über einen Kamm scheren und sozialkritische Texte, die ja auch existieren, mit einem solchen Argument gleichermaßen entwerten. Aber man sollte schon Vorsicht walten lassen, denn bei Kindern wirken manche Dinge anders und jene, die solche Texte ("Ar**hf*cksong" etc.) schreiben, sollten mal überlegen, dass, wenn sie "Scheiße in Dein Ohr" (dies war die erste offizielle Bedeutung der Abkürzung SIDO) sagen, direkt hinter dem Ohr das Gehirn liegt.

 PS: Hab gestern ein schönes Zitat des Kölner Kirchenmannes Christian Moll aufgeschnappt, das dieser von sich gab, als er während der Frohnleichnahmsprozession von einigen Rabauken beschimpft wurde, und das Rosenkranzgebet kurz unterbrach um zu sagen: "Ding Schnüss un en Pfund Kappes wören en lecker Mittachsesse! (gemeint Schweineschnäuzchen mit Kohl)... Gegrüßet seist Du Maria voll der Gnaden...

2.4.07 13:40


Kick him like Kabila

1965 hatten die Kolonialherren Kongo, die heutige demokratische Republik Kongo, längst in die Unabhängigkeit entlassen. Doch zur Ruhe war das Land nicht gekommen. Mobutu Sese-Seko hatte geputscht und war nun Alleinherrscher und blieb das auch. Bis ... bis 1997. Da vertrieben Rebellen, oder Freiheitkämpfer, den ehemaligen Freiheitskämpfer aus Kinshasa. Merkwürdigerweise änderte sich nach der Machtübernahme des Freiheitskämpfers Kabila nur wenig. Nach dessen Tod ist nun sein Sohn der starke Mann und mit Jean-Pierre Bemba steht nun der nächste Freiheitskämpfer in den Startlöchern. Und nun sagt der russische Milliardär Beresowski, die Demokratur Putins könne man nur mit einer Revolution beenden und er sei bereits dabei sie zu organisieren. Wenn das jeder machen würde ... siehe Afrika, denn da macht es jeder!

13.4.07 16:02


Beruf als Berufung - geschwätz von gestern?

Mein Vater ging aus Überzeugung. Jeden Morgen. Mit Tasche, Brötchen und Anzug und das aus Überzeugung und ins Büro. Ja hat der Mann sie noch alle, könnte man fragen, wenn man sich Prognosen ansieht, wie sie etwa Matthias Horx, Zukunftsforscher, Publizist und Chefredakteur des Zukunftsletter, anschaut. Der ist doch von gestern könnte man sagen. Und in der Tat, geht der Trend weg davon, dass ein Mensch einen Beruf hat und diesen aus Überzeugung als Lebensaufgabe ausübt. Vielmehr geht es in Richtung Patchwork Arbeitsbiographie. Man macht verschiedene Dinge. Je nach Bedarf, Anfrage und zeitlicher Verfügbarkeit. Das Schreckgespenst der Gewerkschaften wird Realität - nur in breiterer Form. Gibt es viele arme Menschen, die aus der Not heraus gezwungen sind mehrere Tätigkeiten auszuüben, wird es auch viele Menschen geben, die mehr und mehr freischaffende Dienstleister sind. Die Arbeitsbiographien prominenter Sportler, Schauspieler, Musiker oder Moderatoren bestehen ja auch nicht nur aus einer Tätigkeit. Da wird geworben, musiziert (wenn es nicht gerade der Erstberuf ist), für diese oder jene Firma die Jahreshauptversammlung moderiert, man lässt sich für Party's engagieren und schreibt Bücher. Und wenn das noch nicht reicht werden Socken designed. Nun wird der durchschnittliche Am-Arbeitsleben-teilhaber (Arbeitnehmer im eigentlichen Sinne sinds ja nicht) weder in puncto Gage noch in puncto Aufmerksamkeit sich in irgendeiner Weise mit jenen Leuten messen können. Trotzdem heute für Firma A in Zstadt morgen für Familie B in Ndorf und übermorgen wieder für Firma A zu arbeiten, zwischendurch mittels eigener Consultingfirma übers Internet das in der Praxis erworbene Wissen zu Geld machen und trotzdem noch mit seiner Thekenmannschaft jedes Wochenende auf dem Platz zu stehen... schon ein schönes Leben. Wenn die Auftragslage stimmt - wenn nicht, dann droht das Aus. In jeder Beziehung!!
16.4.07 15:12


Wenn die Vergangenheit der Gegenwart weit voraus ist - das Denken in der katholischen Kirche

Wer hätte das gedacht. Wer an die Kirchenväter denkt, denkt - zumindest, wenn er in der Materie nicht ganz firm ist - zumeist an verstaubte, leicht miß zu verstehende Sprüche, wie Benedikt von Nursia's "Ora et Labora". Dabei waren diese in vielem viel weiter als es die Kirche heute zugeben will.

Die Universität Bochum wollte einmal eine amerikanische Philosophin für die katholisch-theologische Fakultät gewinnen. Soweit ging alles glatt. Bis schließlich an einer Stelle ihres Werkes die Frage untersucht wurde, ob überhaupt und welchen Unterschied es denn mache, ob Jesus Christus ein "Knäblein zart" oder ein "Mägdlein zart" gewesen wäre. Hier - vom Ergebnis dieser Untersuchung ist kein Wort gefallen - schaltete sich die Amtskirche ein und die Berufung scheiterte.

"Ja das kennen wir doch", "Inquisitionshaltung" usw. so höre ich die Gemeinde der Kirchenkritiker und Kirchengegner frohlocken.

Einer der einflussreichsten christlichen Denker, der Römer Tertullian (ca. 150 - ca. 230), - er beinflusste unter anderem Augustinus, Cyprianus und Papst Leo d. Großen, hat bereits in frühkirchlicher Zeit eine Schrift unter dem Titel "de carne christi", in welcher er die Inkarnationslehre untersucht. Darin geht er unter anderem der Frage nach, ob Christus auch als Schwein oder Affe die Menschheit hätte erlösen können.

Man sollte eben nicht im Mittelalter stehen bleiben, wenn's um die Wahrung von Traditionen geht.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich nach dem Buch des Papstes, das ein Diskursbuch sein möchte, sich der Geist des Suchens und des Fragens auch hierzulande wieder breit macht.

25.4.07 16:22


Fox Macabre - Lyrics des Monats

Blickst du hinein in das Treiben der Großstadt,
dann packt dich wohl der Ekel am Hals:
Wie sie sich sielen in Bars und Dielen
Inmitten des Pfropfengeknalls!
Wie man beim Stampfen des Foxtrotts taumelnd ganz vergisst,
dass das Gespenst noch am Galgen baumelnd an uns frisst.
Morgens serviert uns die Zeitung den Raubmord
Und mittags einen neuen Streik,
nachmittags Putschqual der Arbeitslosen
daneben einen Fingerzeig
wo man am lustigsten tanzen kann mit seiner Maus
oder wo sich eine Fee am nacktesten zieht aus.

Berlin, dein Tänzer ist der Tod!
Berlin, halt ein, du bist in Not!
Von Streik zu Streik, von Nepp zu Nepp,
bei Mord und Nackttanz und beim Step,
du musst dich amüsieren ohne Unterlass!
Berlin, dein Tänzer ist der Tod!
Berlin, halt ein, du bist in Not!
Berlin, du wühlst mit Lust im Kot!
Halt ein! Lass sein! Und denk' ein bisschen nach:
Du tanzt dir doch vom Leibe nicht die Schmach,
denn du boxt, und du jazzt, und du foxt, auf dem Pulverfass!

Maler und Kleckser der Snobs und der Mode ihr affektiertes Kunstgezücht
Rebelliert nicht der Pinsel und schlägt euch ins Rote, ins schamrote Angesicht,
während der Hunger aus tausend holen Augen stiert,
werden die schönsten Beine in Berlin prämiert.
Erdrückt unter Steuern und doch steuerlos
treibt in der Welt ein krankes Wrack.
Geist wird geknebelt, der Erdgeist lacht,
und der Ungeist startet nachts im Frack!
Unter der Erde, da glimmt die Zündschnur, gebt nur Acht!
Mitten im Foxtrott gibt's einen Knacks und dann ist Nacht!

Berlin, dein Tänzer ist der Tod!
Berlin, halt ein, du bist in Not!
Von Streik zu Streik, von Nepp zu Nepp,
bei Mord und Nackttanz und beim Stepp,
du musst dich amüsieren ohne Unterlass!
Berlin, dein Tänzer ist der Tod!
Berlin, du wühlst mit Lust im Kot!
Halt ein! Lass sein! Und denk ein bisschen nach:
Du tanzt dir doch vom Leibe nicht die Schmach,
denn du boxt, und du jazzt, und du foxt, auf dem Pulverfass!

 Komponiert von Friedrich Hollaender im Jahre 1920 und doch erscheinen mir bei manchen Textpassagen so mancher Bundespolitiker, die Exponenten der Spaßgesellschaft (Bohlen & Co.), die Flatratesäufer, Wirtschaftskapitäne und Gewerkschaftsselbstdarsteller, Sensationsjournallie usw. vor Augen. Leider auf erschreckende Weise zeitlos!

30.4.07 13:13





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