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Ich will das Papstbuch nicht!

Renaissance der Frömmigkeit herrscht in Deutschland. Man schämt sich seiner Sicht aufs Jenseits nicht mehr und das ist auch gut so.

Es muss ja nicht gleich ausarten... kann es aber... wenn ich mir meine Bibliothek so anschaue. Da sind genug theologische & religiöse Bücher für 10 Heilige. Dadurch bin ich auch kein eifrigerer Kirchgänger geworden und heilig werde ich sicher auch nicht gesprochen - wär zwar nett, aber Wunder auf dem Fussballplatz werden vom Vatikan wohl nicht anerkannt.

Und deshalb wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis "Jesus von Nazareth" in mein Bücherregal gequetscht wird. Wann ich das alles lesen soll weiß ich sowieso nicht mehr!

7.5.07 13:16


Rechtsabbieger

Der Fall des Regensburger CSU-Rechtsaussen Fürst ist nur ein prominentes Beispiel, dass Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft zunehmend Salonfähig wird. Im Dezember zitierte das Gewerkschaftsorgan "Verdi Public" eine Studie der Hans Böckler Stiftung, nach der es mittlerweile keinen Unterschied mache, welchem politischen/ gesellschaftlichen Lager sich jemand zurechnet. Die Akzeptanz rechter bzw. antidemokratischer Ideen - solange sie nicht von bekennenden Rechtsradikalen vertreten werden - ist überall in etwa gleich hoch.

Klasse!!

Und jetzt platzt genau da hinein die Integrationsdebatte, in der eine lautstarke Fraktion fordert, dass sich z.B. hierlebende Muslime nach dem christlich-jüdischen Wertesystem zu richten haben (als ob es den Humanismus, die Aufklärung, Sätze wie "jeder nach seiner Facon" nie gegeben hätte). Ein Schelm wer jetzt an die in der Türkei weitverbreitete Denke denkt, nur ein Muslim könne ein guter Türke sein.

Man könnte es sich nun einfach machen und in die letzte Verfassung des deutschen Reiches schauen, die alle Religionen ausser dem Christentum ins stille Kämmerlein verbannt, aber die platte Polemik gutmenschelnder Multikultiromantiker lassen wir heute mal weg.

Es ist aber schon interessant, wie schnell im Namen der zweifelsohne und an mehreren Fronten notwendigen Verteidigung der Errungenschaften der Aufklärung (die sich in den Idealen der Französischen Revolution oder auch der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung manifestierten), diese relativiert, ignoriert und über Bord geworfen werden.

Der alte Fritz dürfte wohl im Grabe rotieren!

8.5.07 11:42


Twitting your life

Kaum schlägt man mal eine Zeitschrift auf - in diesem Fall den Trendletter - schlägts einem ins Gesicht, Dreizehn und nieder.

Der Trend zur Selbstentblößung geht völlig neue Wege. Auf Twitter.com kann jeder Mensch seine momentane Tätigkeit veröffentlichen. Abgesehen davon, dass das philosophisch gesehen Quatsch ist, denn in dem Moment wo ich an Twitter schreibe, dass ich eine Tasse Tee koche, koche ich keine Tasse Tee, sondern schreibe an Twitter, ist es auch erstaunlich, auf wieviel Interesse so ein mit Banalitäten überhäuftes Forum genießt - so gilt es im Computer Business als Rising Star.

Irgendwas muss jedenfalls dran sein, sonst würden jedenfalls nicht potentielle Präsidentschaftskandidaten bzw. deren Wahlkampfmaschinerie Twitter als Werbemedium entdecken - Barack Obama hab ich jedenfalls schon gefunden.

8.5.07 14:46


Du komms' hier ned raus! oder es lebe die Vorschrift

Als ich heute morgen in den Bus stieg ahnte ich noch nicht, dass diese Fahrt in diesem Medium eine Rolle spielen würde.

Als denn jedoch kurz vor der Haltestelle "Bahnhof" der Bus rechts abbiegen sollte geschah es. Er blieb stehen. Der Grund waren vier orange Männchen, vom Straßendienst, die was auch immer taten. Resultat jedenfalls eine blockierte rechte Spur (mit "Hütchen", und ein Stadtwerkefahrzeug das mitten auf der Kreuzung stand und diese nahezu völlig unüberquerbar machte, sowie ein Bus, der genau in diesem Schlamassel drinsteckte.

Mittendrin: meine Wenigkeit. Auf meine Frage hin, ob ich denn hier bereits aussteigen könne (ca. 50 m. vor der Zielhaltestelle), um meinen Zug noch zu erreichen, wurde mir vom Busfahrer entgegnet, er dürfe mich nicht hinauslassen. Meine Frage, wer mich denn bitte auf einer abgesperrten Spur überfahren solle, erhielt keine Antwort.

Indessen walteten die vier Mitarbeiter der Stadtwerke in aller Seelenruhe ihres Amtes und die Minuten wurden zu Stunden, während ich, im sonnenbeschienenen Bus, der sich nicht von der Stelle rührte und in dem sich zunehmend Iltisaroma ausbreitete, mir Gedanken machte, wie ich diese vermalledeiten Figuren - mitsamt dem Busfahrer - denn möglichst qualvoll zu Tode bringen könnte.

Als der Bus denn endlich ein Ziel erreichte, nahm ich die Beine in die Hand ... und es gelang mir tatsächlich noch die Rücklichter des Zuges zu sehen.

Den Rat einer verständnisvollen Person, doch gegen eine Wand zu treten, musste ich leider zurückweisen. Um diese zu erreichen hätte ich den Gleiskörper überqueren müssen und das geht aus versicherungstechnischen Gründen doch nun wirklich nicht.

14.5.07 12:44


Kapitalismus mit Blutgrätsche

Rene Obermann pokert hoch. Wenn er sich beim gegenwärtigen Konflikt bei der deutschen Telekom nicht durchsetzt kann er gleich seinen Hut nehmen. Die Gewerkschaften spielen ebenso riskant, denn es geht auch um einen unvergleichlichen Prestigegewinn oder - verlust. Wer möchte sich schon ausmahlen, welches Signal ein verlorener Arbeitskampf hätte. "Nun kann die niemand mehr aufhalten", "Sieg auf der ganzen Linie" wären die deprimierten oder frohlockenden Resümee's der beiden Fraktionen, die einander mit harten Bandagen bekämpfen - Streikbrecherprämien und Gipferboykott.

Während sich die beiden Parteien unversöhnlich gegenüberstehen, erhöht Rene Obermann die Schlagzahl. Man könne die Serviceabteilungen auch nicht in Tochterunternehmen ausgliedern, sondern verkaufen. Er macht Druck, weiß, was er will - nämlich sein Konzept durchboxen und das zur Not auch mit einer suboptimalen Lösung für sein eigenes Unternehmen, das er mittelfristig schon verheuschreckt sieht.

Der Imageschaden, der der Telekom durch die Bestreikung der Call-Center und anderer Service-Einrichtungen entsteht ist jedenfalls immens und strategisch gut koordiniert kann die streikende Telekombelegschaft die halbe Republik lahmlegen - man denke nur an die Frankfurter Börse, die von der nationalen und internationalen Vernetzung abhängig ist.

Wenn Obermann trotz des Widerstandes der Gewerkschaften seine Pläne durchsetzen kann, käme das deren Ausschaltung gleich... und eine Regierung ohne Opposition verkommt leicht zur Autokratie!

14.5.07 16:35


Du komms' hier ned rain - bistu zu schnell!

Oscar Pistorius ist Sprinter, er läuft die 400 Meter mit knapp 46 Sekunden weniger als 2 sek über Weltrekord. Oscar Pistorius fehlen von Geburt an beide Füße und Unterschenkel, daher läuft er auf Protesen und startet daher bei den Paralympics... noch! Denn wir reden von einem Sportler der 2 Sekunden über Weltrekord läuft, der Nichtbehinderten wohlgemerkt. Und von einem Sportler, dem es an Ehrgeiz nicht mangelt. 2008 will der Südafrikaner in Peking bei den Olympischen Spielen starten - den "Richtigen".

Und hier tritt nun der Leichtatlethikverband auf (leise bedrohliche Musik, langsam übergehend in den Imperial March aus Star Wars):

Hochrangige Funktionäre, wie IAAF Entwicklungsdirektor Locatelli befürchten unfaire Vorteile durch die Prothesen von Pistorius gegenüber den nichtbehinderten Athleten - anders ausgedrückt sie seien unerlaubte Hilfsmittel.

OK, und deshalb darf der Mann nur bei den Paralympics starten? Weil er wegen seiner Beinprothesen eventuell zu schnell wäre?

Was wären das für Folgen für die Jugend? Wehe, wenn die Chinesen das mitkriegen, die säbeln doch ihren Sportlern reihenweise die Beine ab um an gute Sprinter zu kommen. (Ironiemodus aus)

Auweiah! 

Da hat aber echt jemand zu oft den 6-Millionen-Dollar-Mann gesehen!!!

21.5.07 13:04


Nazifranchising

Was Al-Qaida recht ist, kann anderen extremistischen Strömungen nur billig sein. Schon längst operiert das Terrornetzwerk dezentral und dennoch hoch professionell in Videopropaganda und Webauftritten. Wer zum Netzwerk gehört, wer nur sympathisiert oder nur ein Trittbrettfahrer ist - längst sind diese Grenzen verwischt.

Die internationale Fachwelt nannte das Terrorfranchising - platt ausgedrückt, "wer in unserem Namen operiert und auch nur im entferntesten etwas tut, das wir auch hätten tun können, der gehört zu uns und darf sich unseres Namens auch gerne bedienen."

Die Web2.0 Welt - Myspace, Youtube & co. - eignen nich hierfür ganz besonders, so findet man auf YouTube Video's von Abu-Mussab el Sarkawi oder sogenannte Salafi-Raps (gerne auch von Interpretinnen).

Dieses Mittels bedienen sich nun auch die deutschen und internationalen Rechtsextremen, so finden sich auf YouTube reisserische Goebbels-Video's, die an der Verehrung des ehemaligen Reichspropagandaministers keinen Zweifel aufkommen lassen, und Filmaufnahmen von Hitlerauftritten, die diesen geradezu mythisch erscheinen lassen.

Eine kurzzeitige Internetpräsenz der "Nationalen" mit NPD-Logo bei Myspace ist mittlerweile gelöscht - das Hitlerprofil hingegen nicht. Wie so oft ist es schwer zwischen Satire und echter Überzeugung zu unterscheiden.

Auch deswegen, weil die Anhänger dezentral operieren und nicht notwendigerweise eine Verbindung zu Parteien und Organisationen besteht. Nazfranchising eben.

22.5.07 11:42


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