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In diesen Tagen spielen sich einige Spinner auf - und schicken sich an, einen der Grundpfeiler der Demokratie, dem Recht zu demonstrieren, ernsthaft zu schädigen.

In Rostock finden Jagdszenen statt, kein Wunder, da für autonome Randalierer Polizisten "immer Saison" haben. Freiwild, Vogelfreie!

Nach Angaben der Veranstalter haben sich etwa 100000 Protestler aufgemacht. Davon einige Tausend Randalierer, die vielleicht zusammengenommen gerade einmal 7 oder 8 % ausmachen - dass diese ausreichen um eine Stadt wie Rostock in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand zu versetzen, hat man gesehen und ebenso, dass dieser Bande schwer Herr zu werden ist.

"Deeskalation gescheitert", "Polizei provoziert", so lauten plakative Sätze, die eigentlich mehr Parole als Analyse sind. Schon rufen Politiker der Union nach einem Einsatz der GSG-9 der Antiterroreinheit. Jawoll! Scharfschützen auf die Dächer und Greiftrupps rein ins Getümmel. Den Rest erledigen Wasserwerfer - im übrigen ohne nach der Gesinnung des Getroffenen zu fragen und ob er gewaltbereit ist oder nicht.

Ich bin jedenfalls heilfroh, dass die Grundgesetzänderung bzgl. des Einsatzes der Bundeswehr im Innern nicht durchgekommen ist. Im Geiste sähe ich dann nämlich schon Panzer auffahren...

PS zum letzten Satz: In diesen Tagen jährt sich das Gemetzel an friedlich für Demokratie und Freiheit demonstrierenden Studenten in Peking (Tian'nanmen-Massaker) zum 18. mal. Gerade zu diesem Termin, sollte man bei allem verständlichen Sicherheits - und Sicherungsbedürfnis gegenüber den Rowdies doch auch mal innehalten um sich zu Fragen, was Demokratie und Demonstrationsfreiheit eigentlich wert sind.

5.6.07 11:01


Heiliger Geist erscheint nach Einwurf der Münze

Gute alte Zeit, da in den Kirchen noch Armut, Enthaltsamkeit und Bescheidenheit gepredigt wurde. Die letzte Hochzeit der Blut, Schweiss und Tränen-Theologie gabs noch zu Zeiten Martin Luther Kings. Aber selbst das Image der schwarzen amerikanischen Kirchen als moralisch rein und politisch engagiert hat Kratzer. Schuld ist die Frage nach dem aktuellen Nutzen - für mich, jetzt und konkret!

Und das treibt stellenweise komische Blüten, wenn ein Pastor auf seiner Internetseite Taschentücher anbietet, die der Besucher erwerben kann um sie dann, mit dem Wunsch versehen, den er erfüllt haben möchte, an diesen Pastor zurückzuschicken. Dieser kann dann die Erfüllung des Wunsches, der weder schriftlich noch sonst irgendwie kenntlich gemacht wurde, herbeibeten.

Zu bunt trieb es vor einiger Zeit ein zugegebenermaßen nicht ganz so schrill auftretender Pastor namens Creflo Dollar (inzwischen heiß geliebt von der amerikanischen Steuerfahndung). Der Liebling der HipHop-Gemeinde zu dessen insgesamt knapp 30000 Anhängern sich Leute wie Jermaine Dupri, Mase oder auch Evander Holyfield zählen. Entsprechend dieser "Kundschaft" macht auch der Pastor "auf dicke Hose", besitzt ein großes Anwesen einen Privatjet und Luxuslimosinen - er müsse ja das vorleben, was er predige, nämlich, dass Gott jeden reich machen könne. Man könnte jetzt frech hinzufügen: ...wenn er Gott richtig zu vermarkten versteht.

Und wenn man sich so manche Internetseiten der Jesus-Bekenner, -Erkenner, -Ausleger, und -Verkäufer so anschaut ...

... als ob der Herrgott ein Lohnarbeiter wäre! (jaja, ich weiß, das, was vom lieben Gott kommt ist umsonst, aber der Zwischenhandel, der machts so teuer)

5.6.07 14:14


Verschwendung und Sparsamkeit

In meiner Familie bin ich erste Nachkriegsgeneration (also die erste Generation, die vom Krieg gar nichts mehr mitbekommen hat) - mein Vater war noch im Bunker verschüttet und meine Familie mütterlicherseits wurde vertrieben. Es galt hauszuhalten mit allem, vom Toilettenpapier (falls es das denn gab - ansonsten Zeitungen usw.) bis zur Schuhwichse, vom Brotlaib (aus dem der Schimmel nur herausgeschnitten wurde, der aber keinesfalls weggeworfen wurde) über die Briketts, die am Bahnhof gesammelt wurden bis hin zur Seife.

Man war arm. Armut macht erfinderisch - und so wurde das Wirtschaftswunder geboren, ein dauerhafter Aufschwung bis in die 60er in manchen Branchen bis in die 70er Jahre hinein. Innovation ist in erster Linie die Mutter von Erfolg, Mangel nur die Motivation. Von daher ist heute in vielen Bereichen die Sparsamkeitswut nicht nachzuvollziehen. Preiskämpfe vernichten irgendwann Arbeitsplätze, besonders "gesund"-rationalisierte Unternehmen haben kaum noch Ressourcen für neue Produkte. Das Resultat sind schlechte Produkte, für die der Konsument wegen der Preiskämpfe niedrige Preise zahlt, so er denn infolge der Rationalisierungen Arbeit hat.

Das ist eben genau das falsche Beispiel an Sparsamkeit. Sparsamkeit bedeutet nicht so wenig wie möglich (das wäre Geiz!), sondern nicht zu viel (so ist es unsinnig mehr zu kaufen, als man essen kann, aber genauso unsinnig aus Kostengründen die Kalorienbombe Tiefkühlpizza dem Gemüse vorzuziehen - Arbeitsmarkt, Energie usw. analog). Oder wie es der Trendforscher Matthias Horx im Zukunftsletter schreibt: "Ein Markt, der nur das "Nötigste" bietet, wird uns allenfalls depressiv machen, aber nicht zum Handel anregen."

11.6.07 12:58


Lyrics des Monats - Mit der Uhr in der Hand (Otto Reutter)

(1.)
Wir leben in 'ner eiligen, hastigen Zeit,
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Der eine, der schiebt heut den andern beiseit',
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Wir dräng'n alle vorwärts, ob Hinz oder Kunz,
sind stets außer uns, und wir komm'n nie zu uns,
denn wir werden mit uns ja nur flüchtig bekannt,
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.

(2.)
Der Tag, der beginnt schon in eiligem Lauf,
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Der Wecker, der weckt uns, wir stehen schon auf,
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Schnell zieh'n wir uns an und wir schling'n unsern Schmaus.
Der ist noch nicht runter, da treten wir aus,
und sitzen selbst dort, an der hinteren Wand
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.

(3.)
Wir turnen, trainier'n, zum Masseur geh'n wir hin
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Wir fressen uns dick und wir fasten uns dünn
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Wir geh'n nie, sind nur auf dem Laufenden stets.
Wenn wir mal wen treffen, dann frag'n wir: "Wie geht's?"
Und eh der's uns sagt, sind wir weiter gerannt
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.

(4.)
Wir machen ne Reise im Automobil
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Wir reisen nicht mehr, nein, wir rasen zum Ziel
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Fragt man uns: "Die Gegend, die war wohl sehr schön?"
Dann sagen wir "Ja!", doch wir hab'n nichts geseh'n.
Denn wir fuhr'n bloß vorbei ohne Sinn und Verstand
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

(5.)
Wir sind auf dem Ball, im Theater zu sehn
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Zum Rendezvous gehen wir um vierzehn Uhr zehn
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Um fünfzehn Uhr dreizehn erscheint "sie" am Ort,
um fünfzehn Uhr sechzehn, da müssen wir fort.
Und sie denkt: "Du Rindvieh, du Riesenpedant,
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand."

(6.)
Wir fahr'n in die Ferien und sitzen am Strand
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Erwarten die Post, den geschäftlichen Stand
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Ein Buch mal zu lesen, das wär' ein Genuss -
Wir lesen den Anfang und schau'n nach dem Schluss,
durchblättern den Heine, durchfliegen den Kant
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.

(7.)
Wir wetten beim Rennen und schau'n wie gebannt
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Denn wir hab'n ja den richtigen Pferdeverstand
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Der Stall des Herrn Weinberg stellt Pferde en gros.
Beim Verlieren weint Weinberg, beim Gewinn'n ist er froh.
Dann wird er "der fröhliche Weinberg" genannt,
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.

(8.)
Die Liebe, die Ehe betreib'n wir als Sport
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Wir find'n uns, verbind'n uns und pflanzen uns fort
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Will sie ihn mal küssen, dann stellt er sich froh
Und denkt sich: "Nun mach schon, ich muss ins Büro!"
Und er drückt sie ans Herze uns küsst sie galant
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

(9.)
So eil'n wir durchs Leb'n ohne Freud und Plaisir
mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.
Da, plötzlich, steht einer, ist mächt'ger als wir,
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
Der sagt: "Du brauchst nicht auf die Uhr mehr zu sehn,
denn meine geht weiter und deine bleibt steh'n…"
Und er winkt uns hinüber ins andere Land
mit der Uhr, mit der Uhr in der Hand.
11.6.07 14:51


Links zwo drei vier!

Am Wochenende wurde Deutschland zum zweiten Mal wiedervereinigt - zumindest was Pomp und Brimborium angeht könnte man glatt annehmen, der Gründungsparteitag der Partei "die Linke" hätte etwas damit zu tun.

Vielmehr haben sich die SED-nachfolgepartei PDS und die SPD-Dissidentenvereinigung WASG zusammengetan.

Was wurde da heraufbeschworen, eine Ära der sozialen Gerechtigkeit, Neuanfang und ein Hauruckgefühl der Unzufriedenen.

Was war nicht alles da! Tatort-Kommissar Peter Sodann, Konstantin Wecker zum Beispiel. Einen Anstrich von Weltpolitik erhielt das Ganze durch Delegationen verschiedener Staaten.

"Befreundete" Staaten wie Venezuela, Kuba, Bolivien, Iran, Weißrussland oder Nordkorea - die ganzen Staaten in denen soziale Gerechtigkeit herrscht, weil Geldadel wie Arbeitslose von korrupten, sendungsbewußten oder einfach nur machgierigen Junta's gleichermaßen ausgebeutet und/oder niedergeknüppelt werden.

Natürlich habe man - um der Gerechtigkeit willen - auch Delegationen aus Israel und den USA reingelassen. Danke!

Man erhielt Grußadressen der Sozialisten aus China - gibt es da eigentlich was anderes? -, von den Kommunisten aus Frankreich, Polisario usf.

Und merkwürdigerweise jubelt Lafo & Gysi alles zu - und wenn man danach geht, mit wem man sich da so alles solidarisiert, können wir uns da noch auf einiges "freuen".

19.6.07 11:41





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