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Gewinnerpartei

Auf den ersten Blick schockierend, was, verschiedenen Presseberichten zu Folge in einem Buch (herausgegeben von Matthias Platzeck, Frank Walter Steinmeier und Peer Steinbrück) stehen soll, das heute Nachmittag vorgestellt werden soll. Da ist von "Investitionen" in "Humankapital" die Rede, von Chancen auf Bildung, von der Vorsorgegesellschaft. Kurz auf den ersten Blick wirkt das so, als wolle die einstige Partei des kleinen Mannes auch noch den letzten Rest sozialen Verantwortungsbewußtseins über Bord werfen und dem "Prekariat" (Begriff stammt von Kurt Beck) sagen: "So: von Geburt an hattest Du alle Chancen Dich nach oben zu arbeiten, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Dass Du das nicht geschafft hast, ist Dein Versagen! Und jetzt sieh zu, wie Du fertig wirst."

Anders ausgedrückt: "Es ist nicht unsere Schuld, wenn Du nicht Millionär wirst."

Aber auf den zweiten Blick entpuppt sich dieses Manifest als schriftliche Zusammenfassung der politischen Positionen, die von den Spitzen der Partei schon seit langem vertreten wird. Schon 2003 prägte Matthias Platzeck den Begriff der "Vorsorgegesellschaft", Kurt Beck Wortschöpfung des "abgehängten Prekariats", wie auch sein Missgriff "geh zum Frisör und wasch Dich, dann findest Du Arbeit" passen wunderbar ins Bild. Ins besondere letzte Äußerung von Herrn Beck drückt aus, dass es sich nicht nur um die politische, sondern auch um die private persönliche Lebenseinstellung handelt. Und das ängstigt!

Die Herren wollen Wettbewerb und, dass jeder die Möglichkeit hat, ein Gewinner zu sein. Woran bemißt sich das? Natürlich am Aufstieg, gesellschaftlich, beruflich, finanziell. Die anderen müssen dann Platz machen - selber Schuld, die Chancen nicht genutzt. Ein Hoch auf die Ellenbogengesellschaft, denn Hilfsbereitschaft und Solidarität? Wozu, die sind so selbst Schuld! "Wärst Du gestern zur Schule gekommen und nichr krank geworden, hättest Du gewußt, dass wir heute eine Mathematikarbeit schreiben. Selbst Schuld, mach mich nicht dafür verantwortlich, dass ich das Dir nicht gesagt habe!"

Investitionen sollen sich lohnen und Zukunftsorientiert sein, sprich man investiert in Aus - und Weiterbildung. In die Vergangenheit zu investieren? Lohnt sich nicht. Schlechte Aussichten für Steinkohle und Rentner. Und wenn man da an die zunehmende Überalterung der Gesellschaft denkt - der arme Mann, der 2030 in Rente geht ... Schluck, des bin ja i'! Tja, Vorsorgegesellschaft eben. Und wehe dem, der nicht vorgesorgt hat.

Zukunft, Zukunft mir graust vor Dir!

Klar, bekommen nun die Chancen, die vorher keine hatten. Nur der zu verteilende Kuchen wird ja dadurch nicht mehr und schon gar nicht zwangsläufig gerechter verteilt, dass ich besseren Zugang zum Büffet schaffe.

Ich als SPD-Stammwähler und Mitglied hoffe mich in einem Albtraum zu befinden und fürchte durch das Surren der in den Gräbern rotierenden Herbert Wehners, Willy Brandts und Johannes Rau's etc. geweckt zu werden. Nach der Lektüre des Buches und des Hamburger Parteiprogramms werde ich wohl wissen, ob das noch die Partei ist, in die ich eintreten wollte.

3.9.07 13:52


Boom Chicka Wah Wah

Jüngst erfahren viele junge Frauen, was ein bestimmter Schlüsselreiz bei ihnen auslöst. Sie reissen sich die Kleider vom Leib und beginnen "in Zungen zu reden". Das hört lich dann "Bumchickawauwauwau" an und gipfelt in der Feststellung, das Axe seine Männerdüfte verbessert habe. Selbstverständlich gibts so was nur im Fernsehen...

... aber auch da wäre es mir als Mann ehrlich gesagt liebe mit "Hallo, wie gehts" angesprochen zu werden (weil man da wenigstens weiß was es bedeutet und wie man zu antworten hat).

17.9.07 11:51


Hurra Vinyl!!

In meinem Plattenschrank stehen ungefähr 500 schwarze Scheiben mit Loch in der Mitte - die kleinen gar nicht mitgerechnet. Letztes Jahr hätte ich gesagt noch. Heute sage ich schon. Offenbar ist die Schallplatte das Medium mit Zukunft. Mit mehr Zukunft als die CD. So sagen es zumindest die Kristallkugelfritzen der Elektroindustrie. Klar werden die Ansatzzahlen der 60er und 70er nicht mehr erreicht werden. Aber das beste Mittel etwas am Leben zu erhalten ist wohl wirklich lange genug zu sagen es sei tot. Die Schallplatte sei sperrig sagen Kritiker. Nun meine 500 LP's passen auf ein Regalbrett, während ich für meine CD's etwa 1300 Stk. zwei Regale a 500 aufbauen und 7 Regale a 60 aufhängen musste. Und ganz abgesehen davon: 50 Jahre alte Schallplatten knistern höchstens. 50 Jahre alte CD's hat man noch nicht gesehen - wird man wohl auch nicht, da viele CD's nach ein paar Jährchen weggeworfen werden...

17.9.07 12:00


Luxus als Massenphänomen

Pro Tag gibt es 1600 neue Millionäre auf der Welt, so berichtet der "Trendletter" in seiner neuen Ausgabe. Und auch die müssen ihr Geld ja irgendwo lassen. Also gibt es nun verstärkt solche Unternehmen, die sich auf Produktion und Vertrieb von Sachen verlegt haben, die diese neue Oberschicht schick finden könnte.

Abgesehen von der Frage, ob es nicht bessere Möglichkeiten gibt sein Geld zu verbraten, frage ich mich, ob das Bedürfnis nach Exklusivität, die diese Kreise ihrem Ruf nach haben, diesem Trend des Luxus von der Stange nicht entgegenläuft. Und das zu beobachten stelle ich mir schon interessant vor.

17.9.07 12:19


Carramba Kolumba!

Unser Erzbischof ist ausgeglitten, verbal. Das Zitat ist wohlbekannt. Zweifelsohne war es ein Fehler ein Wort wie "entartete Kunst" auch nur sinngemäß zu gebrauchen. Dass man Joachim Kardinal Meisner nun neben Eva Hermann an den Pranger stellt, vielleicht eine gute Lehre in Sachen PR. Das ist nämlich etwas, wovon Kirchenmänner, die nämlich mit ihrer oft betulichen Art Dinge auszudrücken, gar nichts verstehen. Manche reden, wie Andere Fachbücher schreiben. Naja, sie sollen gute Priester sein und keine Marketingstrategen. Aber ist ein Priester nicht zugleich Marketingstratege Gottes? Soll er nicht seiner Gemeinde helfen Gott in ihr lebendig werden zu lassen? Wie soll er das in dieser Zeit denn schaffen, wo nur wenige Leute regelmäßig in die Kirche gehen und noch weniger wissen wie ihr Priester heißt und kaum jemand ihn persönlich kennt. Von einer hochrangigen Persönlichkeit wie einem Kardinal eines der bedeutensten Bistümer Europas ganz zu schweigen. Und dieser Kardinal hat nun letztendlich denselben Fehler gemacht, wie ihn Benedict XVI in Regensburg gemacht hat. Er hat eine akademische Rede am falschen Ort gehalten, die nicht jeder komplett kennt, deren Aussagen leicht aus dem Zusammenhang zu reissen waren und deren wirkliche Intention letztendlich kaum noch nachvollziehbar ist. Mehr nicht!

Und nun fällt alle Welt über ihn her. Er habe keine Ahnung von Kunst, sei ein Fundamentalist. Der Meinung kann man ja sein! Der Kardinal hat oft genug ausgeteilt und heute ist er mal dran mit einstecken. Heute lese ich einen Artikel zu dem Thema in der TAZ betitelt mit den Worten "Der Kalif von Köln". Ja richtig, das war doch Metin Kaplan, der, der einen Konkurrenten ermorden ließ, der sagte "Kalifat oder Tod" und der offen seine Solidarität mit Al Qaida bekundete. Und hier ist für mich eine Grenze erreicht! Bei aller Kritik an Kardinal Meisner wegen seiner Ausführungen, ihn aber und das auch noch von einer so renommierten Zeitung mit einem Verbrecher dieses Kalibers zu vergleichen ist schlicht unverschämt!!!

17.9.07 14:36


Privatfernsehen igitt!!

Am Samstag war DER große Tag der Samstagabendunterhaltung. "Schlag den Raab" lief auf Pro7. Große Show über 5 Stunden live. Schön, spannend und aufregend - in jeder Beziehung. Denn alle 20 Minuten erschien von irgendwoher etwas Werbung. Sei es der 30 Sekundenspot kurz vor der Entscheidung, sei es der Block oder sei es das unsägliche Splitscreen. Soviel Bier kann man in den Werbepausen gar nicht holen, geschweige denn außerhalb derselben trinken um dann oft genug zu müssen, um die Werbung zu überbrücken.

Aber eines hat mir diese Sendung denn doch gezeigt. Wie spannend Memory sein kann. Vielleicht werde ich damit den einen oder anderen Abend zubringen, anstatt ihn mir durch dusselige Werbespots kaputt machen zu lassen. Zumal das ein recht gutes Gedächtnis-Training ist. Vielleicht fallen mir dann noch die goldenen Zeiten ein, wo die Filme noch von zwei Block unterbrochen wurden - damals hätte auch "Schlag den Raab" niemals 5 Stunden gedauert.

17.9.07 15:59





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