Startseite
    Lifestyle
    Politik
    Religion/ Glaube
    Meinung
    Arbeit & Wirtschaft
    Wissenschaft/ Technik
    Philosophisches
  Über...
  Archiv
  Disclaimer
  Gästebuch
  Kontakt

Links
  Lance Armstrong Foundation
  Erzbistum Köln


http://myblog.de/tomorrowmaker1

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Arbeit & Wirtschaft

Beruf als Berufung - geschwätz von gestern?

Mein Vater ging aus Überzeugung. Jeden Morgen. Mit Tasche, Brötchen und Anzug und das aus Überzeugung und ins Büro. Ja hat der Mann sie noch alle, könnte man fragen, wenn man sich Prognosen ansieht, wie sie etwa Matthias Horx, Zukunftsforscher, Publizist und Chefredakteur des Zukunftsletter, anschaut. Der ist doch von gestern könnte man sagen. Und in der Tat, geht der Trend weg davon, dass ein Mensch einen Beruf hat und diesen aus Überzeugung als Lebensaufgabe ausübt. Vielmehr geht es in Richtung Patchwork Arbeitsbiographie. Man macht verschiedene Dinge. Je nach Bedarf, Anfrage und zeitlicher Verfügbarkeit. Das Schreckgespenst der Gewerkschaften wird Realität - nur in breiterer Form. Gibt es viele arme Menschen, die aus der Not heraus gezwungen sind mehrere Tätigkeiten auszuüben, wird es auch viele Menschen geben, die mehr und mehr freischaffende Dienstleister sind. Die Arbeitsbiographien prominenter Sportler, Schauspieler, Musiker oder Moderatoren bestehen ja auch nicht nur aus einer Tätigkeit. Da wird geworben, musiziert (wenn es nicht gerade der Erstberuf ist), für diese oder jene Firma die Jahreshauptversammlung moderiert, man lässt sich für Party's engagieren und schreibt Bücher. Und wenn das noch nicht reicht werden Socken designed. Nun wird der durchschnittliche Am-Arbeitsleben-teilhaber (Arbeitnehmer im eigentlichen Sinne sinds ja nicht) weder in puncto Gage noch in puncto Aufmerksamkeit sich in irgendeiner Weise mit jenen Leuten messen können. Trotzdem heute für Firma A in Zstadt morgen für Familie B in Ndorf und übermorgen wieder für Firma A zu arbeiten, zwischendurch mittels eigener Consultingfirma übers Internet das in der Praxis erworbene Wissen zu Geld machen und trotzdem noch mit seiner Thekenmannschaft jedes Wochenende auf dem Platz zu stehen... schon ein schönes Leben. Wenn die Auftragslage stimmt - wenn nicht, dann droht das Aus. In jeder Beziehung!!
16.4.07 15:12


Der letzte Heller...

Keinen Pfennig in der Tasche zu haben könnte bald zum guten Ton gehören, wenn nämlich das eintrifft, was der "Trendletter" prophezeit. Daß nämlich das Bargeld bald zum alten Eisen gehört und Bezahlungen im Jahr 2015 in der Regel per Mobiltelefon vorgenommen werden. Diese werden dann auch die Geldkarte oder EC oder Kreditkarte ablösen und zum alleinigen Zahlmittel werden. Gut für die Bankkonten derer, die - wie ich - sich dem Mobiltelefon und ähnlichem modernistischen Schnickschnack verweigern... schlecht für deren Speisekammer.
2.4.07 13:19


Auf einem Auge blind...

Gestern Abend war Bischof Mixa bei Sabine Christiansen und stellte lobenswerterweise die Worte von der "Gebärmaschine" klar. Dummerweise war das "Team" an seiner Seite schlichtweg eine Katastrophe, denn letztlich wurde durch die Worte von Frau Kuby und Herrn Grupp - von "psychischen Schäden" und "natürlicher Bestimmung" der Mütter redend und sich selbst oft genug ad absurdum führend (Grupp gab an, er und seine Frau würden immer für die Kinder da sein ... sobald sie aus dem englischen Internat heim kämen) - jede Silbe seiner Richtigstellung relativiert. Man kann eben jeden und alles in den Dreck ziehen, wenn sich nur oft genug die falschen Leute drauf beziehen. Die Sendung bot jedenfalls einigen Unterhaltungswert und seit langem endlich mal sowas wie ein Ergebnis.

Vor allem zeitigte es heute morgen ein Resultat, das ich an mir feststellen konnte. Der Nachrichtenservice einer U-Bahn-Station erwähnte, dass eine französische Rechtsanwaltskanzlei zu 2000 € Strafe verurteilt, weil sie nur Rechtsanwältinnen französischer Nationalität einstellte.

Skandal... Soll das etwa Gleichstellung der Geschlechter heißen? schoss es mir zunächst und obiger Problematik entsprechend durch den Kopf. Die zweite Einschränkung "französische Nationalität" überlas ich zunächst...

26.2.07 12:08


Zum vorangegangenen...

Dass die Wirtschaft bzw. viele ihrer Teilnehmer ein Glaubwürdigkeitsproblem haben ist nichts Neues. Gerade daraus hat sich ein Marketingtrend entwickelt, das sogenannte Moral-Marketing. Und der bricht grade voll durch. Unternehmen, die auf soziales, umwelt- oder kulturelles Engagement setzen und glaubhaft vermitteln können, dass sie es ernst meinen, punkten beim Käufer.

Das Zukunftsmagazin Zukunftsletter macht 2 Hauptgründe für diesen Trend aus. Zum einen gründet er in der zunehmenden Vernetzung der Welt, die ein rein egoistisches Unternehmensmanagement zunehmend unsinnig machen, zum anderen am zunehmenden Bedürfnis nach Vertrauen und Ethical Correctness seitens des Konsumenten.

Emnid ermittelte, dass nur 13% der Bevölkerung meinen, dass sich die Großunternehmen angemessen um das Gemeinwohl kümmern würden. Eine Chance vor allem für kleine und mittelgroße Betriebe, die sich lokal und regional von den großen Fischen abzusetzen.

22.2.07 12:16


Aus gegebenem Anlass...

... stelle ich mal den ungekürzten Text des Konjunktur Cha Cha Cha, einem Hit des Hazy Osterwald Sextetts ein. Passt sehr gut und sollte eigentlich den Herren Kleinfeld & Co. um die Ohren gehauen werden. 

Gehn' Sie mit der Konjunktur,
gehn' Sie mit auf diese Tour,
nehm' Sie sich Ihr Teil, sonst schäm' Sie sich und später
gehn' Sie nicht zum großen Festbankett.

 

Gehn' Sie mit der Konjunktur,
gehn' Sie mit auf diese Tour
sehn' Sie doch, die andern steht schon dort
und nehm' die Creme schon fort beim großen Festbankett.

 

Man ist, was man is(s)t nicht durch den inneren Wert,
den kriegt man gratis, wenn man Straßenkreuzer fährt
man tut, was man tut nur aus dem Selbsterhaltungstrieb,
denn man hat sich nur selber lieb.

 

Drum: gehen' Sie mit der Konjunktur,
Gehn' Sie mit auf diese Tour
Holen Sie sich ihre Kohlen wie der Krupp von Bohlen aus dem großen Weltgeschäft.

 

ho joho ho joho ho c'est la vie
oh joho ho joho ho und ich singe oh jo ho joho ho joho ho...

 

Gehn' Sie mit der Konjunktur,
gehn' Sie mit auf diese Tour
schöpfen Sie Ihr Teil
und schröpfen Sie, die anderen köpfen Sie sonst später ohnehin.
Gehn' Sie mit der Konjunktur,
drehn' Sie mit an dieser Uhr
laufen Sie, wenn's sein muss
raufen Sie und dann verkaufen sie mit Konjunkturgewinn.

 

Mein Freund hat 'ne Freundin und die ist Gott sei Dank
Chefsekretärin bei 'nem Boss von'ner Bank
der Chef geht mit ihr soupieren und gibt ihr im Schwips
für unsre Aktien ein paar Tips

 

Drum: gehn' Sie mit der Konjunktur,
gehn' Sie mit auf diese Tour,
Geld, das ist auf dieser Welt der einz'ge Kitt, der hält,
wenn man davon genügend hat. (noch einmal) wenn man davon genügend hat.

22.2.07 11:48


Deutschland, die Wissenssteppe... oder -oase in spe

Rettet das Land der Dichter und Denker vorm Henker! so oder so ähnlich lautet ein Mottospruch an der Tür der Fachschaft Philosophie der Universität Bonn. Zetteln die Studenten wieder den Aufstand an? Wenn man in die Statistik schaut, offenbart der Spruch einen erschreckenden Realismus, verstellt aber zugleich auch den Blick auf eine große Chance. Immer mehr deutsche Spitzentalente wandern ab (wie das Magazin Trendletter berichtet) - nach Österreich, USA oder Schweiz. Und die hiesigen Unternehmen müssen sich mit dem Rest begnügen - oder gucken in die Röhre. Das bedeutet, dass künftig große Lücken auf dem Arbeitsmarkt klaffen werden... wenn man nicht auf Arbeitskräfte aus dem Ausland zurückgreift. Diese ziehen bislang noch USA oder Großbritannien vor, das muß aber keineswegs so bleiben, wenn man zum Beispiel berücksichtigt, dass Deutschland in vielen Bereichen der Umwelttechnologie führend ist. In Zukunft werden also die Personalmanager nicht unbedingt danach fragen, woher ihre Nachwuchskräfte kommen - bei ihren Kollegen anderswo zählt das längst nicht mehr - sondern vielmehr, wie sie Anreize schaffen können, dass die richtigen Leute hierher kommen. Angelehnt an den früheren SPD-Parteivorsitzenden Kurt Schuhmacher könnte man also ausrufen: Deutschland wird ein Einwanderungsland sein, oder es wird gar nicht sein!! ... sofern die Richtigen kommen.

30.1.07 13:50


Nackte Zahlen!

Wenn man den allgemeinen Presseberichten über Siemens glauben darf, wurden seit langen Jahren rund 420 Mill € in sogenannten schwarzen Kassen eingelagert. Mal ausgerechnet sind das bei einer Lebensarbeitszeit von durchschnittlich 40 Jahren und beim Jahresdurchschnittseinkommen von 2004 = 39815 € knapp 264 Lebensarbeitszeitlöhne. Würde man das Geld an diese 264 Menschen zu gleichen Teilen zugleich auszahlen würde das eine Summe von knapp 1,6 Mill € pro Arbeitnehmer ergeben. Nun hat die europäische Kartellbehörde ein Bußgeld verhängt in Höhe von nocheinmal 400 Mill €. Ingesamt ergeben das 820 Mill €, somit knapp 515 Lebensarbeitszeitlöhne von jeweils insgesamt fast 1,6 Mill € bzw. 515 mal 40 Jahre lang 39815 €. Wenn man das mit dem Betrag von 30 Mill., durch den Vorstand aufgestockt 35 Mill. € vergleicht, der für die BenQ Mitarbeiter zur Verfügung steht, dann ergibt das für diese 515 Menschen knappe 1700 € im Jahr also keine 5 % des zu Grunde gelegten durchschnittlichen Jahresverdienstes. No comment!

29.1.07 15:38


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung