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Meinung

Ach Eva!!

Arme Eva! Wo immer sie Auftritt wird sie geschlagen und getreten. Kürzlich beim Forum deutscher Katholiken:

Eva tritt unter tosendem Beifall auf und... spricht über ihr Standartthema. Und die Presse keilt was das Zeug hält.

Über Sinn und Unsinn dessen was Frau Hermann zu sagen zu haben glaubt kann man ja streiten - ebenso über die persönliche Glaubwürdigkeit der Jean D'arce des Konservativismus. Aber das sei dahingestellt und jedem zu befinden selbst überlassen.

In Wirklichkeit ist doch folgendes passiert:

700 Zuhörer - darunter die üblichen Verdächtigen bei solchen Themen wie Walter Mixa und vermutlich Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, die jedenfalls zum Veranstalter in enger Verbindung steht - haben einer ehemaligen Nachrichtensprecherin applaudiert. Das tut jede Fraktion im Bundestag wenn einer der ihren gesprochen hat. Der Veranstalter ist das Forum Deutscher Katholiken, hinter dessen großspurigem Namen nicht wirklich viel steckt, der aber durch abstruse Pressemitteilungen immer wieder Wind macht. Gleichstellungsgesetz? Abgelehnt, weil man dann ja nicht mehr gegen Abtreibung und Homosexualität sein kann. Ok, Homosexualität kann man ja noch nachvollziehen, denn Worte wie "Homokonkubinat" oder "Homoperversion" wie sie vom katholischen Konservativismus - oder schon rechten Rand?? - etwa auf Internetseiten wie kreuz.net propagiert werden, sind zwar weiß Gott phantasievoll, aber das macht die Absicht derer die sie gebrauchen nicht besser. Und der/die Homosexuelle ist zur Fortpflanzung zugegebenermaßen relativ unpraktisch. Aber was bitte hat die Abtreibungsdebatte mit dem Gleichstellungsgesetz zu tun? Ok, das abgetriebene Baby ist dem Baby, das sich noch im Mutterleib befindet, gegenüber schlechter gestellt. Aber das ist dann doch zu platt.

Kurz, auch ein recht kirchentreuer Katholik (mit dem einen oder anderen konservativen Anstrich) wie ich darf sich da ab und an mal wundern und erschrecken oder ärgern.

Klar, ein gefundenes Fressen, wenn "uns Eva" für "uns Pänz" in die Bresche springt. Da hat man ja gleich alles beisammen. Eine zentrale "Interessenvertretung", die die römische Lehre auf recht eigenwillige Weise interpretieren, eine Kirche, auf die man schon aus Tradition gut einprügeln kann und eine Rednerin, nach der in einigen Jahren wahrscheinlich kein Hahn mehr kräht.

Arme Eva!! Eva who??

9.10.07 21:07


Carramba Kolumba!

Unser Erzbischof ist ausgeglitten, verbal. Das Zitat ist wohlbekannt. Zweifelsohne war es ein Fehler ein Wort wie "entartete Kunst" auch nur sinngemäß zu gebrauchen. Dass man Joachim Kardinal Meisner nun neben Eva Hermann an den Pranger stellt, vielleicht eine gute Lehre in Sachen PR. Das ist nämlich etwas, wovon Kirchenmänner, die nämlich mit ihrer oft betulichen Art Dinge auszudrücken, gar nichts verstehen. Manche reden, wie Andere Fachbücher schreiben. Naja, sie sollen gute Priester sein und keine Marketingstrategen. Aber ist ein Priester nicht zugleich Marketingstratege Gottes? Soll er nicht seiner Gemeinde helfen Gott in ihr lebendig werden zu lassen? Wie soll er das in dieser Zeit denn schaffen, wo nur wenige Leute regelmäßig in die Kirche gehen und noch weniger wissen wie ihr Priester heißt und kaum jemand ihn persönlich kennt. Von einer hochrangigen Persönlichkeit wie einem Kardinal eines der bedeutensten Bistümer Europas ganz zu schweigen. Und dieser Kardinal hat nun letztendlich denselben Fehler gemacht, wie ihn Benedict XVI in Regensburg gemacht hat. Er hat eine akademische Rede am falschen Ort gehalten, die nicht jeder komplett kennt, deren Aussagen leicht aus dem Zusammenhang zu reissen waren und deren wirkliche Intention letztendlich kaum noch nachvollziehbar ist. Mehr nicht!

Und nun fällt alle Welt über ihn her. Er habe keine Ahnung von Kunst, sei ein Fundamentalist. Der Meinung kann man ja sein! Der Kardinal hat oft genug ausgeteilt und heute ist er mal dran mit einstecken. Heute lese ich einen Artikel zu dem Thema in der TAZ betitelt mit den Worten "Der Kalif von Köln". Ja richtig, das war doch Metin Kaplan, der, der einen Konkurrenten ermorden ließ, der sagte "Kalifat oder Tod" und der offen seine Solidarität mit Al Qaida bekundete. Und hier ist für mich eine Grenze erreicht! Bei aller Kritik an Kardinal Meisner wegen seiner Ausführungen, ihn aber und das auch noch von einer so renommierten Zeitung mit einem Verbrecher dieses Kalibers zu vergleichen ist schlicht unverschämt!!!

17.9.07 14:36


Gewinnerpartei

Auf den ersten Blick schockierend, was, verschiedenen Presseberichten zu Folge in einem Buch (herausgegeben von Matthias Platzeck, Frank Walter Steinmeier und Peer Steinbrück) stehen soll, das heute Nachmittag vorgestellt werden soll. Da ist von "Investitionen" in "Humankapital" die Rede, von Chancen auf Bildung, von der Vorsorgegesellschaft. Kurz auf den ersten Blick wirkt das so, als wolle die einstige Partei des kleinen Mannes auch noch den letzten Rest sozialen Verantwortungsbewußtseins über Bord werfen und dem "Prekariat" (Begriff stammt von Kurt Beck) sagen: "So: von Geburt an hattest Du alle Chancen Dich nach oben zu arbeiten, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Dass Du das nicht geschafft hast, ist Dein Versagen! Und jetzt sieh zu, wie Du fertig wirst."

Anders ausgedrückt: "Es ist nicht unsere Schuld, wenn Du nicht Millionär wirst."

Aber auf den zweiten Blick entpuppt sich dieses Manifest als schriftliche Zusammenfassung der politischen Positionen, die von den Spitzen der Partei schon seit langem vertreten wird. Schon 2003 prägte Matthias Platzeck den Begriff der "Vorsorgegesellschaft", Kurt Beck Wortschöpfung des "abgehängten Prekariats", wie auch sein Missgriff "geh zum Frisör und wasch Dich, dann findest Du Arbeit" passen wunderbar ins Bild. Ins besondere letzte Äußerung von Herrn Beck drückt aus, dass es sich nicht nur um die politische, sondern auch um die private persönliche Lebenseinstellung handelt. Und das ängstigt!

Die Herren wollen Wettbewerb und, dass jeder die Möglichkeit hat, ein Gewinner zu sein. Woran bemißt sich das? Natürlich am Aufstieg, gesellschaftlich, beruflich, finanziell. Die anderen müssen dann Platz machen - selber Schuld, die Chancen nicht genutzt. Ein Hoch auf die Ellenbogengesellschaft, denn Hilfsbereitschaft und Solidarität? Wozu, die sind so selbst Schuld! "Wärst Du gestern zur Schule gekommen und nichr krank geworden, hättest Du gewußt, dass wir heute eine Mathematikarbeit schreiben. Selbst Schuld, mach mich nicht dafür verantwortlich, dass ich das Dir nicht gesagt habe!"

Investitionen sollen sich lohnen und Zukunftsorientiert sein, sprich man investiert in Aus - und Weiterbildung. In die Vergangenheit zu investieren? Lohnt sich nicht. Schlechte Aussichten für Steinkohle und Rentner. Und wenn man da an die zunehmende Überalterung der Gesellschaft denkt - der arme Mann, der 2030 in Rente geht ... Schluck, des bin ja i'! Tja, Vorsorgegesellschaft eben. Und wehe dem, der nicht vorgesorgt hat.

Zukunft, Zukunft mir graust vor Dir!

Klar, bekommen nun die Chancen, die vorher keine hatten. Nur der zu verteilende Kuchen wird ja dadurch nicht mehr und schon gar nicht zwangsläufig gerechter verteilt, dass ich besseren Zugang zum Büffet schaffe.

Ich als SPD-Stammwähler und Mitglied hoffe mich in einem Albtraum zu befinden und fürchte durch das Surren der in den Gräbern rotierenden Herbert Wehners, Willy Brandts und Johannes Rau's etc. geweckt zu werden. Nach der Lektüre des Buches und des Hamburger Parteiprogramms werde ich wohl wissen, ob das noch die Partei ist, in die ich eintreten wollte.

3.9.07 13:52


Lesen mißbildet

Wenn man HipHop-Star 50cent glaubt, ist das schlimmste, was der Mensch tun kann: Lesen! Denn es beraube ihn des Bezugs zum "echten" Leben. Dies attestierte er seinem Kollegen NAS.

Also lieber 50cent: Ich habe mein erstes Buch mit 3 Jahren gelesen. Bin bis heute begeisterter Leser von Büchern von Karl May bis Thomas Mann. Mein studentisch professionelles Interesse an Philosophie, Theologie und anderen gesellschaftlich relevanten Themenbereichen lasse ich mal außen vor. Damit wäre ich wohl gesellschaftlich erledigt nicht wahr?

23.7.07 10:49


Wenn Freunde heiraten...

... vorhin las ich einen Beitrag in der Brigitte-Online (zugegebenermaßen unpassend für einen Mann, aber aufschlussreich), darüber, dass viele Freundschaften durch Hochzeiten überschattet werden, die Freunde den "Neuling" als "Eindringling" in ihr Hoheitsgebiet empfinden und entsprechend reagieren.

In Kürze findet die Hochzeit eines meiner engsten Freunde statt. Klar, die Hochzeit wird an der Freundschaft an sich nicht allzuviel ändern - man sieht sich zwar seltener, hat aber neben den üblichen, auch andere interessante Themen. Das Ganze wird gewissermaßen auf eine breitere Basis gestellt. Kurz, anstatt abzuwehren, darf ich mich für meinen Freund freuen, ohne Vorbehalt.

Und das tue ich auch! Ich überlege, und tue und mache, suche Geschenke aus und so weiter. Man könnte fast fragen, wer heiratet denn hier? Beim genaueren Hinsehen frage ich mich: Mache ich das, was ich mache wirklich nur für die Beiden? Oder versuche ich Geländegewinne zu machen auf einem Gebiet (dem der Freundschaft) um das es gar nicht geht (denn das sind ja total unterschiedlichen Ebenen).

Mein Freund bleibt mir erhalten. Den Partner gewinne ich durch die Hochzeit de facto als Freund hinzu und das Paar als Ganzes ist der Bonus (es sei denn ich spiele mich als Konkurrenz auf oder erdrücke die Beiden, dann ist schnell "GAME OVER". Immer schön Maß halten und einfach zur Verfügung stehen, das ist des Freundes Pflicht!

Oder mit Schiller (aus: Ode an die Freude):

Eines Freundes Freund zu sein...
10.7.07 13:32


Du komms' hier ned rain - bistu zu schnell!

Oscar Pistorius ist Sprinter, er läuft die 400 Meter mit knapp 46 Sekunden weniger als 2 sek über Weltrekord. Oscar Pistorius fehlen von Geburt an beide Füße und Unterschenkel, daher läuft er auf Protesen und startet daher bei den Paralympics... noch! Denn wir reden von einem Sportler der 2 Sekunden über Weltrekord läuft, der Nichtbehinderten wohlgemerkt. Und von einem Sportler, dem es an Ehrgeiz nicht mangelt. 2008 will der Südafrikaner in Peking bei den Olympischen Spielen starten - den "Richtigen".

Und hier tritt nun der Leichtatlethikverband auf (leise bedrohliche Musik, langsam übergehend in den Imperial March aus Star Wars):

Hochrangige Funktionäre, wie IAAF Entwicklungsdirektor Locatelli befürchten unfaire Vorteile durch die Prothesen von Pistorius gegenüber den nichtbehinderten Athleten - anders ausgedrückt sie seien unerlaubte Hilfsmittel.

OK, und deshalb darf der Mann nur bei den Paralympics starten? Weil er wegen seiner Beinprothesen eventuell zu schnell wäre?

Was wären das für Folgen für die Jugend? Wehe, wenn die Chinesen das mitkriegen, die säbeln doch ihren Sportlern reihenweise die Beine ab um an gute Sprinter zu kommen. (Ironiemodus aus)

Auweiah! 

Da hat aber echt jemand zu oft den 6-Millionen-Dollar-Mann gesehen!!!

21.5.07 13:04


Du komms' hier ned raus! oder es lebe die Vorschrift

Als ich heute morgen in den Bus stieg ahnte ich noch nicht, dass diese Fahrt in diesem Medium eine Rolle spielen würde.

Als denn jedoch kurz vor der Haltestelle "Bahnhof" der Bus rechts abbiegen sollte geschah es. Er blieb stehen. Der Grund waren vier orange Männchen, vom Straßendienst, die was auch immer taten. Resultat jedenfalls eine blockierte rechte Spur (mit "Hütchen", und ein Stadtwerkefahrzeug das mitten auf der Kreuzung stand und diese nahezu völlig unüberquerbar machte, sowie ein Bus, der genau in diesem Schlamassel drinsteckte.

Mittendrin: meine Wenigkeit. Auf meine Frage hin, ob ich denn hier bereits aussteigen könne (ca. 50 m. vor der Zielhaltestelle), um meinen Zug noch zu erreichen, wurde mir vom Busfahrer entgegnet, er dürfe mich nicht hinauslassen. Meine Frage, wer mich denn bitte auf einer abgesperrten Spur überfahren solle, erhielt keine Antwort.

Indessen walteten die vier Mitarbeiter der Stadtwerke in aller Seelenruhe ihres Amtes und die Minuten wurden zu Stunden, während ich, im sonnenbeschienenen Bus, der sich nicht von der Stelle rührte und in dem sich zunehmend Iltisaroma ausbreitete, mir Gedanken machte, wie ich diese vermalledeiten Figuren - mitsamt dem Busfahrer - denn möglichst qualvoll zu Tode bringen könnte.

Als der Bus denn endlich ein Ziel erreichte, nahm ich die Beine in die Hand ... und es gelang mir tatsächlich noch die Rücklichter des Zuges zu sehen.

Den Rat einer verständnisvollen Person, doch gegen eine Wand zu treten, musste ich leider zurückweisen. Um diese zu erreichen hätte ich den Gleiskörper überqueren müssen und das geht aus versicherungstechnischen Gründen doch nun wirklich nicht.

14.5.07 12:44


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