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Religion/ Glaube

Die Geier warten schon!!

Emotion verkauft sich am besten. Die negative besser als die positive. Also wird man tagtäglich aus den Lautsprechermedien mit plakativem konfrontiert. Ganz besonders deutlich wieder beim Fall Meisner. Eine Predigt an einem X-beliebigen Wallfahrtsort, wie sie im Jahr sicher 1000fach gehalten werden nimmt ein Politiker wichtig genug um Kardinal Meisner als "Hassprediger" titulieren zu können. Zweifelsohne nicht nur eine verbale Entgleisung, dessen rechtliche Konsequenzen das Ezbistum zurecht prüft, sondern auch die maslose Überhöhung eines Satzes, der aus einer schlichten Predigt stammt.

Herr Volker Beck, wir sind hier nicht in Amerika, wo es namhafte und einflussreiche christliche Fundamentalisten tatsächlich gibt, die für Homosexuelle die Todesstrafe fordern und gegen die man vorgehen muss. Und die sind nicht katholisch!

Komisch ist aber, warum eine solche Predigt überhaupt so einen Wirbel verursacht. Fahren jetzt schon Journalisten mit dem Erzbischof von Köln auf Wallfahrt, nur um mitzubekommen, wenn er etwas verfängliches sagt? Man hat schließlich auch eine Weile nach "Nippelgate" jeden Auftritt von Janet Jackson mit doppelter Aufmerksamkeit verfolgt. Und genau das machen sie jetzt auch mit unserem Kardinal.

Und dann sitzen die Geier auf dem Baum und warten darauf, das seine Eminenz stolpert - und das nennt man dann Berichterstattung.

29.10.07 15:08


Jellywood vs. Hollywood

Religiöser Fanatismus kann bisweilen recht belustigend sein, auch in Amiland.

In "Ave Maria" können amerikanische Katholiken ganz nach den römisch-katholischen Glaubensprinzipien leben - unter sich. Den Mittelpunkt der Stadt bildet eine Basilika, der eine Universität gegenübersteht. Bibliotheken und Geschäfte usw. stehen in Übereinstimmung mit den Weisungen des Vatikan, was etwa den Verkauf von Kondomen, des Playboy aber auch von Büchern über Empfängnisverhütung schwer machen dürfte. Eine derartige Abschottung hat es das letzte Mal wohl nur bei den Amish gegeben - das Verhalten einer Sekte. Um ein christliches Gleichnis zu nehmen, wenn der Christ ein Saatkorn sein soll, das seiner Umgebung Frucht geben soll, dann kommt mir ein solches Ansinnen so vor, als ob ein Bauer sich einen Sack Körner in die Ecke stellt und auf die Ernte wartet.

Anders - nicht unbedingt besser - aber unterhaltsamer machen es da die Evangelikalen. Christliche Filmproduzenten wollen ein Gegenstück zu Hollywood aufbauen, das sie als liderlich und blasphemisch ansehen - mein offizieller Namensvorschlag wäre Jellywood (Jesus + Hollywood, das Gellee ist Zufall). So berichtet es wenigstens der Newsletter von Radio Vatikan. Es sollen christliche Filme produziert werden. Ok, einverstanden, so lange es da z.B. um Biographien großer Persönlichkeiten (Franz von Assisi, Augustinus, Thomas von Aquin) geht, oder um wahre Begebenheiten. Wenn ich mir die Spielfilme so anschaue, die bislang auf dem evangelikalen Mist (und das meine ich ganz wörtlich) gewachsen sind, so sind die meisten eine Mischung zwischen Fantasyfilm und Horrorschocker, die eine angeblich real eintretende Endzeit inszenieren. Da werden Armeen hingemetzelt und ein brüllendes Monster folgt dem Nächsten und am Ende gewinnt der Gute. Und ganz ehrlich... von derlei Filme hab ich schon von Hollywood her den Kanal voll (randvoll)!

30.7.07 14:17


Teufelswerk Bravo

Man kann sich bei Myblog seine Werbepartner nicht aussuchen - fragt sich nur ob leider, oder Gott sei dank!

Wenn ich sie mir aussuchen könnte, könnte ich diesen Beitrag nicht schreiben, weil dann niemals eine Seite der "Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur e.V. (DVCK)" erschienen wäre. Erst recht nicht mit einer Seite die eine Unterschriftenkampagne gegen die Bravo unterstützt. "BRAVO - eine Welt der Unmoral" - gegen eine pornographische Zeitung.

Man könnte auch sagen: Vereinigung zur Beschäftigung gelangweilter Moralapostel.

Die Seite leitet weiter auf ein Appellformular, das Bundespräsident und Familienministerin dazu aufruft: "Deshalb bitte ich Sie,  mit Ihrer Kompetenz das Möglichste zu veranlassen, damit diesem wahren Massaker an der Kindheit Einhalt geboten wird."

Wie die das machen sollen wird nicht gesagt. Ein Vorschlag zur qualitativen Verbesserung des einflussreichsten Jugendblattes in Deutschland ist das aber wohl kaum.

9.7.07 13:16


Heiliger Geist erscheint nach Einwurf der Münze

Gute alte Zeit, da in den Kirchen noch Armut, Enthaltsamkeit und Bescheidenheit gepredigt wurde. Die letzte Hochzeit der Blut, Schweiss und Tränen-Theologie gabs noch zu Zeiten Martin Luther Kings. Aber selbst das Image der schwarzen amerikanischen Kirchen als moralisch rein und politisch engagiert hat Kratzer. Schuld ist die Frage nach dem aktuellen Nutzen - für mich, jetzt und konkret!

Und das treibt stellenweise komische Blüten, wenn ein Pastor auf seiner Internetseite Taschentücher anbietet, die der Besucher erwerben kann um sie dann, mit dem Wunsch versehen, den er erfüllt haben möchte, an diesen Pastor zurückzuschicken. Dieser kann dann die Erfüllung des Wunsches, der weder schriftlich noch sonst irgendwie kenntlich gemacht wurde, herbeibeten.

Zu bunt trieb es vor einiger Zeit ein zugegebenermaßen nicht ganz so schrill auftretender Pastor namens Creflo Dollar (inzwischen heiß geliebt von der amerikanischen Steuerfahndung). Der Liebling der HipHop-Gemeinde zu dessen insgesamt knapp 30000 Anhängern sich Leute wie Jermaine Dupri, Mase oder auch Evander Holyfield zählen. Entsprechend dieser "Kundschaft" macht auch der Pastor "auf dicke Hose", besitzt ein großes Anwesen einen Privatjet und Luxuslimosinen - er müsse ja das vorleben, was er predige, nämlich, dass Gott jeden reich machen könne. Man könnte jetzt frech hinzufügen: ...wenn er Gott richtig zu vermarkten versteht.

Und wenn man sich so manche Internetseiten der Jesus-Bekenner, -Erkenner, -Ausleger, und -Verkäufer so anschaut ...

... als ob der Herrgott ein Lohnarbeiter wäre! (jaja, ich weiß, das, was vom lieben Gott kommt ist umsonst, aber der Zwischenhandel, der machts so teuer)

5.6.07 14:14


Ich will das Papstbuch nicht!

Renaissance der Frömmigkeit herrscht in Deutschland. Man schämt sich seiner Sicht aufs Jenseits nicht mehr und das ist auch gut so.

Es muss ja nicht gleich ausarten... kann es aber... wenn ich mir meine Bibliothek so anschaue. Da sind genug theologische & religiöse Bücher für 10 Heilige. Dadurch bin ich auch kein eifrigerer Kirchgänger geworden und heilig werde ich sicher auch nicht gesprochen - wär zwar nett, aber Wunder auf dem Fussballplatz werden vom Vatikan wohl nicht anerkannt.

Und deshalb wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis "Jesus von Nazareth" in mein Bücherregal gequetscht wird. Wann ich das alles lesen soll weiß ich sowieso nicht mehr!

7.5.07 13:16


Wenn die Vergangenheit der Gegenwart weit voraus ist - das Denken in der katholischen Kirche

Wer hätte das gedacht. Wer an die Kirchenväter denkt, denkt - zumindest, wenn er in der Materie nicht ganz firm ist - zumeist an verstaubte, leicht miß zu verstehende Sprüche, wie Benedikt von Nursia's "Ora et Labora". Dabei waren diese in vielem viel weiter als es die Kirche heute zugeben will.

Die Universität Bochum wollte einmal eine amerikanische Philosophin für die katholisch-theologische Fakultät gewinnen. Soweit ging alles glatt. Bis schließlich an einer Stelle ihres Werkes die Frage untersucht wurde, ob überhaupt und welchen Unterschied es denn mache, ob Jesus Christus ein "Knäblein zart" oder ein "Mägdlein zart" gewesen wäre. Hier - vom Ergebnis dieser Untersuchung ist kein Wort gefallen - schaltete sich die Amtskirche ein und die Berufung scheiterte.

"Ja das kennen wir doch", "Inquisitionshaltung" usw. so höre ich die Gemeinde der Kirchenkritiker und Kirchengegner frohlocken.

Einer der einflussreichsten christlichen Denker, der Römer Tertullian (ca. 150 - ca. 230), - er beinflusste unter anderem Augustinus, Cyprianus und Papst Leo d. Großen, hat bereits in frühkirchlicher Zeit eine Schrift unter dem Titel "de carne christi", in welcher er die Inkarnationslehre untersucht. Darin geht er unter anderem der Frage nach, ob Christus auch als Schwein oder Affe die Menschheit hätte erlösen können.

Man sollte eben nicht im Mittelalter stehen bleiben, wenn's um die Wahrung von Traditionen geht.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich nach dem Buch des Papstes, das ein Diskursbuch sein möchte, sich der Geist des Suchens und des Fragens auch hierzulande wieder breit macht.

25.4.07 16:22


Endlich auf Normalmaß...

Der Zentralrat der Juden schäumte, als Vertreter der deutschen Bischofskonferenz sich für einige Zeit emotional nicht mehr im Griff hatten und Vergleiche zwischen NS und Israel zogen. Unsäglich! Nichts dazu gelernt!

Klar! Einverstanden! Dennoch macht es mir unsere Bischöfe, die oft genug weltfremd herüberkommen sehr viel sympathischer, wenn sie angesichts menschlichen Leidens die Emotion überkommt. Hurrah, auch nur ein Mensch! Genauso ein Mensch, wie alle anderen Bundesbürger und Politiker auch, die hin und wieder im Übereifer gegeißelt werden. Vielleicht sollten alle, Bischöfe und ihre Kritiker sich dessen einmal wieder bewußt werden.

9.3.07 14:48


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