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Lifestyle

Der Hipste Hopster von Deutschelant

Er markiert den "Breiten", mitten im Millieu. Millieu? Ja, im Ghetto, da wo die Reichen sind. Er steht auf dem Golfplatz und pöbelt rum. Kismet sein Bruder heißt er und ist ein echtes Ghettokid und benimmt sich so. Da ist davon die Rede, wer den dicksten Sch**nz hat. Und da reimt sich der in Warteschleife befindliche und "Kanaksprak schnackende" türkische Bundeskanzler auf die einheimischen "Schlappschwanzler".

 http://fr.youtube.com/watch?v=rlf-4B83z9g&mode=related&search=

Welch Ausgeburt der Popkultur, die sich da anschickt am Pophimmel zu glühen, welch niederer Geist, der da zum Angriff auf die Bastion der deutschen Skandalhip-hop-"Künstler" Sido und Fler bläst. Schließlich hat KsB (so der Ghetto-taugliche Kurzbegriff) auch noch eine Besonderheit. Er hat eine eigentümlich helle Stimme, die so gar nicht zum Image passt. Fast, wie das Kind, das kurz vor dem Stimmbruch meint, auf Mann trainieren zu müssen. Oder eben... nein, welche Frau würde denn... derart Frauenfeindlich... Macho...

Und doch, KsB ist weiblich. Heißt Judith Rosmair, ist 40 Jahre alt und spielt normalerweise in Fernsehproduktionen wie Donna Roma, an deutschen Theatern die Klassiker, oder eben moderne Stücke. Und einem solchen entstammt KsB, der sich mittlerweile verselbständigt hat, ein komplettes Video produziert und CD's aufnimmt und KsS (Kismet seine Schwester) im Schlepptau hat, die auch noch auf ihren Auftritt wartet.

Das Ganze ist übrigens als Persiflage auf das oft unverdientermaßen schlechte Image der jungen Migranten in Deutschland gedacht, hat aber als Selbstläufer durch Frau Rosmair's Können durchaus Qualität für mehr und könnte Kult werden. Und das wäre das erste Mal seit langem, das die Popkultur von der Hochkultur befruchtet worden wäre.

28.8.07 15:21


Sprachverwirrung...

Ich hörte neulich, wie jemand sich beschwerte: "Ich kann diese verdammten Anglizismen nicht mehr hören! Warum muß man denn unbedingt jetzt Event sagen, wenn man Party meint?"

Aaaaaaha!!!!!

13.8.07 15:19


Von Inbetweens und Supergranny's...

... wird es in Zukunft nur so wimmeln. Zumindest wenn es nach prominenten Trendforschern wie Matthias Horx geht. Er macht eine Reihe von Trendprofilen aus, nach denen die Lebensgestaltung vieler Menschen in Zukunft (wir reden von einer Zeitspanne von 10 - 15 Jahren) folgen.

Inbeetweens ist in Prinzip das, was man heute als Generation Praktikum kennt, jene Leute, die über verschiedene Praktika, Zeitverträge, Jobs und Projektarbeiten ins Berufsleben starten, hierbei von Pontius nach Pilatus ziehen und letztendlich irgendwie in den Beruf hineingeraten. Oft ist die Folge ein Dasein als Young Globalist - ein hochqualifizierter Weltbürger, der sein Dasein über Job und Karriere definiert und es ihm ganz gleich ist ob er dieses Dasein nun in Dubai, Shanghai oder Sao Paulo fristet. Vielleicht merkt der Young Globalist dann irgendwann, dass etwas fehlt, das quäkt, sabbert, laufen und sprechen lernen will. Er heiratet und wird mit dem Ehepartner zur VIB-Familie (Very-Important-Baby-Familie) - ist das ein anderer Ausdruck für Baby-Torschlusspanik? Wenn der Job (von Beruf spricht in Zeiten des Patchworklebenslaufs niemand mehr) nicht zu kurz kommen soll werden ja nach Möglichkeit Verwandte, Freunde und Nachbarn hinzugezogen - es entsteht ein Netzwerk mehr oder weniger fester Bindungen. So oder so ähnlich kann man sich eine Biographie vorstellen, die viele Menschen im Jahre 2020 leben oder leben werden, wenn man sich die Prognosen die Herr Horx im Zukunftsletter ausbreitet anschaut (im Alter gehts so weiter).

Was ergibt sich daraus? Für manche leider, für manche Gott sei dank ist der klassische Lebensentwurf des Ausbildung, Arbeitsstelle, Hochzeit, Kinder, Rente, Vergreisung, Tod nur noch eine von verschiedenen Möglichkeiten - das ist eine der vielen Schlüsse die Matthias Horx für unsere Zukunft daraus zieht.

Ein Anderer: Die Zeit, als etwa Werber Kundinnen mit dem Spruch ködern konnten: "Für die Frau von heute stellen sich im Alltag vor allem zwei fragen: Was ziehe ich an, und was soll ich kochen!" sind vorbei. Gott sei dank für Werbestrategen, die nun die Möglichkeit haben ihre Kampagnen nach immer neuen Zielgruppen auszurichten - sofern es klassische Zielgruppen überhaupt noch gibt, leider für die Unternehmen, für die so viel Know-How ganz schön teuer werden kann.

Aber, wenn sich Zielgruppen immer mehr aufsplittern und der Konsument quasi von der einen in die andere hinübergeht und nicht mehr fest verhaftet ist, wird auch dessen Konsum immer mehr von diesen Übergängen bestimmt werden. Der Konsument wird mehr situationsabhängiger kaufen und sich darauf einzustellen erfordert nicht nur gute Kenntnisse in Marketing, Psychologie usw. sondern ebenso Kenntnisse des Wirtschafts - und Weltpolitischen Geschehens, das die Biographien vieler Menschen beeinflusst und eine emotionale Intelligenz die dem Kunden vermittelt "wir haben in Deiner Situation genau das Richtige für Dich." Im richtigen Moment das Richtige zu haben und auch das Richtige zu wissen und zu sagen, darauf kommt es an. Klingt doch irgendwie ganz klassisch, oder?

13.8.07 15:17


Urbane Dörfer

Neulich fuhr ich durch Köln-Widdersdorf. Hier entstehen neue Wohngebiete.

Köln-Widdersdorf ist ein Dorf, das zu einer Stadt gehört. Dummerweise wollen nun seine Einwohner auch das Gefühl haben in einer Stadt zu wohnen. Und nun sieht das Gelände da aus, wie der ehemalige Flughafen München-Riehm. Ehemalige Äcker, durchzogen von breiten Landstrassen, links und rechts diese komischen Kisten, die eher wie gestrandete Container anmuten als nach Häusern aussehen. Dazwischen breite gepflasterte Wege und - selbstverständlich - ausreichend Parkmöglichkeiten. Und das nennt man dann wohnen im Grünen. Wie toll sich das anfühlt so im Grünen zu wohnen kann der geneigte Interessent im Herbst spüren, wenn Stürme und Regen kommen... ach was ist das schön so im freien mit ausreichend Platz!

Tja und im Zentrum der "Dörfer", da leben die armen Wichte, deren Geld oder deren Einsicht für diese neue Wohnform nicht gelangt haben. Hurra, ein neues Begriff ward geboren: städtischer Kulturimperialismus.

Bin mal gespannt, wann es plötzlich "Trend" ist in den Dörfern die Altbauten zu sanieren und die ganzen Betonschachteln plötzlich "ab vom Schuß" und leer stehen - dann stehen die Rückbaubefürworter Schlange und singen: "Wer soll das Bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat soviel Pinke, Pinke, wer hat soviel Geld...".

30.7.07 14:31


Hochzeitsnachlese

So, nun ist die Hochzeits-und-Kind-ist-da-mitfreu-euphorie verflogen! Der Höhenflug ist vorbei, ich befinde mich wieder auf dem Boden der Tatsachen, stecke mit der Nase im Dreck, strecke die Beine in die Luft und schreie: SCHEISSEEEEEE!!!!

Der Philosoph in mir wird wach. Ich stelle Theorien über das ge- und mißlingen von Freundschaften auf, hinterfrage meine Kindheit - meine Jugend -, was lief falsch, was lief richtig? Dabei gehe ich spazieren. Leider bringt mich das auch nicht auf andere Gedanken, da man ja immer an Plätzen vorbei kommt, wo... man hat halt viel zusammen erlebt.

Nicht, dass die Freundschaft vergangen wäre, nein, es ist nur eine Periode vorbei. Nein, es ist die Illusion vorbei, dass diese Periode des das Leben geniessen kein Ende nähme. Das Leben ist ernst - für meine Freunde, nicht für mich. Das trennt.

Warum bin ich nicht sauer? Verdammt, die haben mich schließlich... schmählich... Haben sie das? Wirklich? Haben sie nicht. Ich bin stehen geblieben - weil ich das so will, ich will nicht heiraten, ich will mein Studium abschliessen und dann... schau'n mer mal!

Bis dahin kann ich studieren, wie das so ist. Mit Freu(n)den am lebenden Objekt. So wie ich das liebe. Unverbindlich, kein Risiko, keine Experimente!

23.7.07 11:23


Alles Heuschrecken?

Es lebe das Frühstücksfernsehen - gemeint ist das Fernsehen beim Frühstück. Heute lief auf Phoenix eine Doku zum Thema Mietnomaden, jenen Gestalten, die fremder Leute Wohnungen mieten, sich dort einnisten, keine Miete zahlen und diese ramponieren, sodass letztendlich für den Eigentümer die Gefahr besteht finanziell ruiniert zu werden. Einzelfälle? Amoralischer Abschaum?

Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch nur ein anderes Symptom dessen, was man landläufig als Erosion der Gesellschaft bezeichnet. Jene Auflösungserscheinungen, die sich daran erkennen lassen, dass man seinen Vorteil sucht, sich nicht mehr für den Nachbarn, geschweige denn für langfristige Entwicklungen interessiert.

Zweifelsohne ist das Erscheinungsbild extrem und auch die Auswirkungen. Dennoch stellt sich mir die Frage, wo der moralische Unterschied ist zwischen einem Mietnomaden und dem Ausnutzen einer Freundschaft, dem absichtlichen Verstellen klausurrelevanter Bücher in Universitätsbibliotheken, dem Verbreiten falscher Klausurtermine (oder gefälschter Hausarbeitsthemen), Mobben, Lüge und Rufmord - letztendlich auch den aggressiveren der als Heuschrecken bekannten Hedge-Fonds, die Unternehmen kaufen um sie zu schlachten und ausbluten zu lassen.

Verheuschreckt die Gesellschaft? Was wird aus dem Menschen, wenn er nicht mehr menschlich ist (oder sein Handeln nur nach seinem momentanen Gewinnstreben ausrichtet)?

23.7.07 11:06


Darth Vader im Wohnzimmer

"Schäfer nach innen geflankt! Kopfball! Abgewehrt! Aus dem Hintergrund müsste Rahn schiessen! Rahn schiesst! Tor, Tor, Tor!!!"

Wollten Sie auch immer mal fühlen, wie es ist im Berner Wankdorf Stadion zu stehen? Zu spüren, wie Ihre 11 Kameraden die Arme hochreissen? Ja? Vergessen Sie's!! So weit geht die neue Technologie noch nicht. Noch nicht!! Aber 3D kommt mit Macht.

Laut Einschätzung des Zukunftsletters soll in 10 bis 15 Jahren in jedem Haushalt ein holographisches TV-Gerät stehen.

Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie dann mit Freunden oder Familie vor dem Fernseher sitzen und Sie von einem Schwarzgekleideten mit Maske und Schnappatmung im Brustton der Überzeugung gesagt bekommen: "Ich bin Dein Vater!"

9.7.07 12:59


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